Ein Forschungsprojekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit dem Internetknotenpunkt De-Cix in Frankfurt untersucht neue Schutzmechanismen zur besseren Erkennung und Unterbindung von Distributed-Denial-of-Service-Angriffen.

Die BTU erforscht Mechanismen zum Schutz vor DDos-Angriffen.

Die BTU erforscht Mechanismen zum Schutz vor DDos-Angriffen. Silicon Saxony

Die Partner wollen die Angriffe direkt im Kern des Internets erkennen und unterbinden, noch bevor sie ihr Ziel erreichen und überlasten: an den Internetverkehrsknoten, die als Verteiler für einen signifikanten Anteil des weltweiten Internetverkehrs dienen. Dabei greifen sie in dem vom BMBF mit 1,2 Millionen Euro geförderten Projekt AIDOS auf Fortschritte im Bereich künstlicher Intelligenz zurück.

Die Wissenschaftler wollen Verfahren entwickeln, die den Angriffsverkehr schnell und zielsicher filtern können und durch die Anwendung von maschinellen Lernverfahren eine kostengünstige und effiziente teilautomatische Erkennung von Angriffsmustern in großen Datenmengen durchführen. Diese Verfahren werden am De-Cix, der als größter IXP weltweit gilt, auf ihre Anwendbarkeit getestet. Die Ergebnisse sollen es bestehenden Anbietern von Diensten zur DDos-Bekämpfung und Internet-Service-Providern ermöglichen, einen Teil ihrer Dienstleistungen zum DDos-Schutz an IXPs auszulagern und somit Kosten zu senken und Angriffe besser zu identifizieren.