Qualcomm und LG weiten ihre Zusammenarbeit bei der Verbindung von 5G mit C-V2X-Technologie für besonders datenlastige Echtzeit-Anwendungen im Automotivebereich aus.

Qualcomm und LG weiten ihre Zusammenarbeit bei der Verbindung von 5G mit C-V2X-Technologie für besonders datenlastige Echtzeit-Anwendungen im Automotivebereich aus. Fotolia

Bei der C-V2X-Technologie geht es darum, Fahrzeuge untereinander und mit der Umwelt per Mobilfunkverbindung zu vernetzen. C-V2X verbindet Automobile beispielsweise mit Sensoren in Kameras, Ampeln, digitaler Straßenbeschilderung, Gebäudetechnik oder auch Menschen mittels ihrer Mobiltelefone. Die Technologie ermöglicht es dem Auto damit, andere Fahrzeuge oder Fußgänger zu erfassen, auch wenn sich diese noch nicht in der Sichtlinie des Fahrers befinden.

C-V2X kommuniziert in der 360-Grad-NLOS-Technologie (non-line-of-sight) im 5,9-GHz-ITS-Band direkt mit anderen Fahrzeugen oder den Mobiltelefonen von Fußgängern. Durch Verbindung von Cellular-V2X mit 5G sollen Anwendungen ermöglicht werden, die hohe Übertragungsgeschwindigkeiten benötigen und ein hohes Datenaufkommen haben. Damit könnte beispielsweise Sensorik mit hohem Datendurchsatz, Karten- und Datensharing oder Video-Streaming von einem Fahrzeug zum anderen bewältigt werden.

LG entwickelt derzeit eine Automotive-Plattform, die Qualcomms auf 3GPP Release 14 basierendes X16-Snapdragon-LTE-Modem verwendet. Das X16 ermöglicht Geschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde und unterstützt WLAN 802.11ac, Wi-Fi 802.11p/DSRC sowie C-V2X. Qualcomm ist Mitglied der 5G Automotive Association (5GAA). Diese wurde im vergangenen Jahr gegründet wurde und beschäftigt sich mit Versuchsläufen neuer Technologien und der Entwicklung von Geschäftsmodellen für vernetzte Fahrzeuge. Neben Qualcomm gehören Ericsson, Nokia, Audi, BMW, Daimler, Huawei und Intel zu den Gründungsmitgliedern.