CeTrax: lite und mid

CeTrax ist in den beiden Varianten CeTrax lite und CeTrax mid für den Einsatz in Liefervans und leichten Nutzfahrzeugen bis 7,5 t (CeTrax lite) sowie in mittelschweren Nutzfahrzeugen bis 19 t (CeTrax mid) konzipiert. Das besondere an CeTrax lite und CeTrax mid ist die integrierte Bauform der elektrischen Zentralantriebe, bei der elektrische Maschine, Leistungselektronik und Getriebe eine kompakte Einheit in einem gemeinsamen Gehäuse bilden.

CeTrax gibt es in den Versionen CeTrax lite (bis 7,5 t)...

CeTrax gibt es in den Versionen CeTrax lite (bis 7,5 t)… ZF

... sowie CeTrax mid (bis 19 t).

… sowie CeTrax mid (bis 19 t). ZF

Die Leistungselektronik muss nicht eigens mit der elektrischen Maschine verkabelt werden, da diese Verbindung bereits innerhalb des Aggregats besteht. Dank ihrer Bauform lassen sich beide Zentralantriebe direkt in bestehende Fahrzeugplattformen installieren, sodass der Nutzfahrzeughersteller oft keine größeren Veränderungen am Fahrwerk oder den Achsen vornehmen muss.

„Mit dem Plug-and-Drive-Konzept unserer CeTrax-Modelle können Fahrzeughersteller Entwicklungs- und Installationsaufwendungen reduzieren“, hebt Dr. Mohr hervor. „Damit wendet sich ZF gezielt an Hersteller oder Flottenbetreiber, die im Rahmen einer Plattformstrategie vorhandene konventionelle Modelle zusätzlich auf eine strombetriebene Fahrweise umstellen wollen.“

CeTrax lite und CeTrax mid übernehmen die elektrischen Komponenten aus dem zentralen Achsantriebssystem, das ZF für Pkw-Anwendungen noch in diesem Jahr in Serie bringt. Die Leistung der elektrischen Asynchronmaschine wird dabei über ein integriertes Getriebe übersetzt, was zusätzlich zur kompakten Bauweise der Aggregate beiträgt.

„Durch die Verwendung der gleichen Komponenten vom Pkw bis hin zum 19-Tonner lassen sich für Nutzfahrzeuge wirtschaftlich attraktive Lösungen darstellen“, betont Dr. Mohr „Die mechanischen Komponenten sind auf die Anforderungen des Nutzfahrzeug-Betriebes hin entwickelt, wie auch das Gehäuse samt optimierter Komponenten und Befestigungspunkte.“

In CeTrax lite leistet eine elektrische Asynchronmaschine in der Spitze 150 kW bei einem maximalen Drehmoment von 380 Nm; sie steht also in Sachen Performance einem konventionellen Aggregat in diesem Segment in nichts nach. Obwohl es sich bei diesem Modul um ein vollintegriertes System handelt und es neben dem E-Motor auch eine Ein-Gang-Übersetzungsstufe und Leistungselektronik beherbergt, fällt CeTrax lite kompakt und mit rund 120 kg leicht aus.
CeTrax mid sorgt mit zwei elektrischen Asynchronmaschinen in paralleler Bauweise für adäquaten Vortrieb – und das bis zu einem Fahrzeuggewicht von 19 t. In der Spitze leistet das System 300 kW, wobei das zweistufige Lastschaltgetriebe ein Drehmoment von 760 Nm überträgt. Auch hier erlaubt eine vollintegrierte Bauweise die relativ einfache Installation im Fahrzeug. Mit beiden ZF-Antrieben können weiterhin Standardachsen mit gängigen Übersetzungen zum Einsatz kommen.

Mit TraXon Hybrid lassen sich bei schweren Nutzfahrzeugen wie Reisebussen oder Lkw alle Hybridfunktionalitäten umsetzen.

Mit TraXon Hybrid lassen sich bei schweren Nutzfahrzeugen wie Reisebussen oder Lkw alle Hybridfunktionalitäten umsetzen. ZF

TraXon Hybrid für die Langstrecke

Mit TraXon Hybrid, das über eine zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe positionierte elektrische Maschine verfügt, lassen sich bei schweren Nutzfahrzeugen alle Hybridfunktionalitäten umsetzen. Für diverse Anwendungen ist dabei ein besonderes Feature von Interesse: Im Generatorbetrieb kann das Hybridmodul auch in die Stromversorgung weiterer Aggregate – etwa bei Kühltransporten – eingebunden werden. Neben Lkw-Anwendungen zielt TraXon Hybrid auch auf Reisebusse, bei denen der Hybridantrieb die gleichen Vorteile ausspielen kann. Auch bei diesem Produkt bietet ZF seine Systemlösung an.

Autonomes Rangieren auf dem betriebshof

Mit zwei Demo-Lkws zeigt ZF im Vorfeld der IAA, wohin die Logistik-Reise auf Betriebshöfen von Speditionen ebenso wie von Flug- und Seehäfen sowie auf ähnlichen abgegrenzten Arealen gehen könnte: Das Rangieren von Wechselbrücken oder Trailern an den jeweiligen Bestimmungsort übernehmen die Fahrzeuge künftig autonom. Grundlage dafür ist das technologische Leitprinzip „see. think. act“ der Friedrichshafener. Auf dieser Basis entwickelte ZF für die Logistikbranche die beiden Konzeptfahrzeuge „ZF Innovation Truck“ und „Terminal Yard Tractor“, die Effizienz, Tempo und Umweltfreundlichkeit steigern sowie Unfälle und Schäden minimieren können. Ganz nebenbei tragen die fahrerlos manövrierenden Transportmittel dazu bei, dem stetig wachsenden Fachkräftemangel im Logistikbereich zu begegnen.

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ZF

Der ZF Innovation Truck – als Hybrid-Lkw auf Basis eines schweren Dreiachsers realisiert – übernimmt das Manövrieren auf dem Betriebshof fahrerlos. Schon nach der Einfahrt auf das Gelände kann der Lenker aussteigen, den autonomen Fahrmodus aktivieren und danach die Pausenzeiten nutzen. Der Lkw findet eigenständig und elektrisch fahrend zu seiner Zielposition. Dort setzt er mithilfe eines Wechselbrückenassistenten eine eventuell bereits geladene Wechselbrücke ab. Ebenfalls von alleine nimmt der ZF Innovation Truck wieder einen neuen Container auf. Dass das Nutzfahrzeug das genaue Rückwärtseinfädeln unter die Wechselbrücke übernimmt, ist ein zentraler Vorteil des Assistenten: Manuell ausgeführt fordert dieses Fahrmanöver sogar routinierte Lkw-Fahrer stark.

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