Vielen ist das Smartphone zu einer Art zweitem Gehirn geworden. Was einem spontan nicht einfällt, wird schnell gegoogelt.

Michael Brianda, Geschäftsführer von Christian Koenen: „Innovation bleibt unser Steckenpferd.“

Michael Brianda, Geschäftsführer von Christian Koenen: „Innovation bleibt unser Steckenpferd.“ Marisa Robles

Dr. Thomas Ahrens, Geschäftsführer und Gesellschafter von Trainalytics.

Dr. Thomas Ahrens, Geschäftsführer und Gesellschafter von Trainalytics. Marisa Robles

Christoph Hippin, Developer TPP F&E Plattform Prozessentwicklung von Endress+Hauser.

Christoph Hippin, Developer TPP F&E Plattform Prozessentwicklung von Endress+Hauser. Marisa Robles

Karsten Dierker von Tonfunk.

Karsten Dierker von Tonfunk. Marisa Robles

Lukas Wüsteney, Trajectory Planning db018 des TUfast Racing Team.

Lukas Wüsteney, Trajectory Planning db018 des TUfast Racing Team. Marisa Robles

Frank Breer, Vertriebsleiter von Christian Koenen, moderierte die Veranstaltung.

Frank Breer, Vertriebsleiter von Christian Koenen, moderierte die Veranstaltung. Marisa Robles

Die Referenten der Technologietagung von Christian Koenen (v.l.n.r.): Michael Brianda (Christian Koenen), Karsten Dierker (Tonfunk Emsland), Dr. Thomas Ahrens (Trainalytics), Christoph Hippin (Endress + Hauser) und Lukas Wüsteney (TU Fast Racing Team).

Die Referenten der Technologietagung von Christian Koenen (v.l.n.r.): Michael Brianda (Christian Koenen), Karsten Dierker (Tonfunk Emsland), Dr. Thomas Ahrens (Trainalytics), Christoph Hippin (Endress + Hauser) und Lukas Wüsteney (TU Fast Racing Team). Marisa Robles

Apps – allein der App-Store von Apple hält mehr als 1,52 Mio. Programme zum Herunterladen bereit – sind genauso wie Multimediafunktionen nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Überhaupt vereint das kompakte Mobilo so ziemlich alles, was man zum Leben, Reisen, zur zwischenmenschlichen nonverbalen Kommunikation und zur Fitness benötigt – nur die eigentliche Funktion – das Telefonieren – gerät dabei immer mehr ins Hintertreffen. Spätestens seitdem Apple im Jahr 2007 mit iPhone sein erstes Smartphone mit selbst entwickeltem Betriebssystem sowie Touch- und Wischfunktion herausbrachte, begann nicht nur der Apple-Hype: Auch die Elektronikfertigung machte sich schnell die Vorzüge von Tablets und Smartwatches zu eigen. Laut Wikipedia erklärte Steve Jobs, dass während der Entwicklung des ersten iPhone über 300 Patente und Geschmacksmuster angemeldet wurden, unter anderem die Multi-Touch-Funktion und die Entsperrtechnik „slide to unlock“ (Zum Entsperren streichen).

Die rasante Smartphone-Entwicklung hat ihre Spuren hinterlassen. Aus dem einst klobigen, schweren Handy sind kleine, mobile Computer geworden. Heutige Smartphones sind nur wenige Millimeter flach, bieten extrem hohe Rechnerleistung, sind bestückt mit zahlreichen Sensoren, besitzen riesige Touchscreens und präzise Kameramodule. Hinzu kommen schnelles Internet und ein großer interner Speicher für Multimedia-Inhalte. Intelligente Software, Sprachfunktionen und Apps für jede Lebenslage zeigen anschaulich, dass Smartphones sich auch weiterhin weiterentwickeln werden.

Basis dieser Entwicklungen ist die elektronische Baugruppe und mit ihr die Aufbau- und Verbindungstechnik. Können wir auch weiterhin Schritt mit den rasanten Entwicklungen halten? „Yes, we can!“ Das hat Michael Brianda, Geschäftsführer von Christian Koenen, in seiner Eröffnungsrede so wortwörtlich nicht gesagt. Aber er ließ keinen Zweifel daran, dass die „Märkte im Wandel sind“ und dass Elektronikfertiger den Herausforderungen durchaus selbstbewusst begegnen können. Mit Anerkennung spricht er von Apples rasanten Entwicklungen: „Das ist eine Firma, die sich so rasend schnell entwickelt und dabei mehrere Rekorde gebrochen hat. Aber das Beeindruckteste ist, dass Apple mehr Märkte und Menschen beeinflusst hat, als es je eine andere Firma weltweit geschafft hat.“ Für ihn steht fest: „Gerade im Zeichen des Wandels und der vielen Veränderungen, die wir auch in der Fertigung erleben, ist Apple einer, der die Fertigung sehr stark beeinflusst hat.“

Qualität und Präzision sind unabdingbar

Doch ohne Evolutionen, Revolutionen und Innovationen in der elektronischen Baugruppenfertigung hätte auch ein Steve Jobbs keine fulminanten Erfolge feiern können. Das betont Brianda ebenfalls: „Die Familie Koenen ist schon vor 50 Jahren gestartet, um die SMT-Welt zu beeinflussen. Natürlich nicht in dem Stil wie Apple das gemacht hat, aber immerhin war Koenen schon ganz vorne mit dabei.“ Sehr früh gelang es dem kleinen Mittelständler Präzisionswerkzeuge für den Sieb- und Schablonendruck zu entwickeln und zu fertigen, führt er aus: „Man hat sehr früh erkannt, dass sich hier etwas auftut und sich weiterentwickeln wird. Große Firmen wie Siemens waren da die Wegbereiter.“

Die steigende Vielfalt an oberflächenmontierbaren Bauelementen und Komponenten befeuerte die Weiterentwicklung der Druckschablone und immer mehr auch den Einsatz von Lasertechnik. „Christian Koenen war einer der ersten, der sehr früh in Lasertechnik investiert hat. Sicherlich erinnern wir uns alle noch daran, dass sich die Lasertechnologie erst in den letzten Jahren so richtig entwickelt hat“, wendet er sich an die 75 Teilnehmer. Heute ist Christian Koenen in der Lage, mit den Lasern nahezu alles zu schneiden und zu bearbeiten.

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