Cloud-basierte MES ist auch in der Wolke sicher.

Cloud-basierte MES ist auch in der Wolke sicher.Itac

Die Itac.MES.Suite trägt unter anderem in der volumen- sowie variantenreichen Produktion zu Qualitätssicherung und optimierten Prozessabläufen mit dem Ziel der Nullfehler-Fertigung bei. Sie kommt in Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung branchenübergreifend zum Einsatz – stark ausgeprägt im Segment der Elektronik und bei den Elektronikfertigungs-Dienstleistern.

Dabei werden die Daten zwischen MES-Client und MES-Applikationsserver über HyperText Transfer Protocol Secure, kurz: HTTPS abgesichert. Die Absicherung des Datenverkehrs zwischen MES-Client und MES-Applikationsserver erfolgt über einen Reverse Proxy Server und die Itac.Artes Middleware. Als Cloud-Provider hat Itac Software nun Fujitsu Technology Solutions (FTS) ausgewählt. Die Datenbank- und Applikationsserver der Cloud-based MES-Lösung sind in einem zentralen Rechenzentrum der Fujitsu Technology Solutions angesiedelt. Somit benötigt der MES-Kunde also selbst keine Server-Infrastruktur. Damit ebnet Itac kleinen Betrieben den Weg zu einem MES, auf Basis des ISV Cloud Program von Fujitsu: „Die Kunden können ohne eine eigene IT-Infrastruktur die Cloud-basierten Systemfunktionen der Itac.MES.Suite nutzen“, betont Peter Bollinger, COO von Itac.

Mit der Cloud fit für Industrie 4.0

Intelligente Objekte, intelligente Maschinen, intelligente Fabriken: Mit diesem Rezept soll die Industrie 4.0 eine neue industrielle Revolution einleiten und dafür sorgen, dass es im Hochlohnland Deutschland auch in 20 Jahren noch möglich ist, Elektronik und Industriegüter zu produzieren. Jedoch: Ist so ein System auch sicher? Die Vorbehalte oder zumindest die Vorsicht, die Anwender aus der Fertigung gegenüber der Cloud mitbringen, ist nicht unbegründet. Das Design klassischer MES-Systeme ist normalerweise darauf ausgelegt innerhalb des lokalen Netzwerks (LAN) einer Fertigung zu laufen. Das ist historisch durch den Fokus auf die Anbindung lokaler Produktionsanlagen bedingt. Moderne MES-Systeme sind mittlerweile auch für standortübergreifende Maschinenankopplungen aufgestellt.

Verschiedene Unternehmen wie die MID-Tronic Wiesauplast haben sich bereits für die Cloud-basierte MES-Lösung entschieden. Das Modell bietet hohe Einsparpotenziale auf Kundenseite hinsichtlich Aufwand, Know-how sowie Kosten für Anschaffung, Implementierung, Betrieb und Updates. „MES in der Cloud ist für viele noch Zukunftsmusik“, weiß Bollinger zu berichten. Deshalb habe man als einer der ersten Hersteller den Schritt unternommen und ein Lösungspaket entwickelt, erklärt er: „Damit bereiten wir auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Plattform, um unter Einhaltung höchster Security-Richtlinien von einem MES und seinen Funktionen zu profitieren. So lassen sich die heutigen Supply-Chain-übergreifenden Herausforderungen der Elektronikindustrie und weiterer Branchen problemlos erfüllen“, erklärt Peter Bollinger.

Für ein Szenario à la Industrie 4.0 muss aber nicht nur die MES Cloud-fähig sein. Auch die Fertigungsanlagen müssen die Voraussetzungen mitbringen, um über das Internet kommunizieren zu können. Ein Problem sind hierbei die proprietären Schnittstellen der Fertigungsmaschinenbauer. Bei MID-Tronic kommt eine Siplace SX 2 von ASM Assembly Systems zum Einsatz. ASM bietet eine standardisierte Maschinen-Schnittstelle, den sogenannten Siplace OIB (Operations Information Broker), zur Integration seiner Anlagen an. Diese Schnittstelle ist aktuell allerdings nicht Cloud-fähig. Gelöst hat Itac diese Herausforderung über ein OIB-Gateway, über das die Maschine online über das Internet kommunizieren kann. Itac hat zu allen wichtigen Herstellern von SMT-Anlagen entsprechende Schnittstellen aufgebaut, wodurch sich die Anlagen über das Internet anbinden lassen.

SMT Hybrid Packaging 2013, Halle 7, Stand 411