Rückansicht der bidirektionalen Stromversorgung PSB 9000.

Rückansicht der bidirektionalen Stromversorgung PSB 9000. EA Elektro-Automatik

Elektrofahrzeuge werden entweder mit Wechselspannung (AC) bei Leistungen von 11, 22, oder 43 kW oder mit Gleichspannung (DC) bei Ladeleistungen bis über 350 kW geladen. Beim AC-Laden befindet sich das Ladegerät im Fahrzeug und wandelt die Wechselspannung in eine regelbare Gleichspannung zum Laden der Traktionsbatterie um. In diesem Fall begrenzt das Ladegerät im Fahrzeug die Ladeleistungen und -zeiten. Da der Markt jedoch immer kürzere Ladezeiten fordert, gewinnt das DC-Schnelladen an Bedeutung. Anstelle des Onboard-Ladegeräts regelt dort die Ladesäule mit deutlich höherer Leistung den Ladevorgang. Um ein solches DC-Schnelladen zu simulieren, eignen sich die Laborstromversorgungen von EA Elektro-Automatik aufgrund ihrer hohen Systemleistung: Die Geräte der bidirektionalen Stromversorgung lassen sich individuell konfigurieren. So können erstmals Systeme mit einer Gesamtleistung bis zu 450 kW ausgelegt werden. Das System wird anschließend im Master/Slave-Betrieb wie ein einzelnes Gerät betrieben. Die Leistung lässt sich flexibel erweitern, die Spannungsklassen reichen bis 1500 V. Beim Simulieren der Ladesäule lädt die Power Supply das Fahrzeug auf und entlädt es wieder anhand der Streckenprofile. Während des Prozesses werden rund 95 Prozent der aufgenommenen Energie zurückgewonnen. Diese Energie wird für andere Verbraucher eingesetzt oder ins lokale Stromnetz rückgespeist. Da nur fünf Prozent der Energie als Wärme abgegeben werden, reduzieren sich die Energiekosten und damit auch die CO2-Emissionen beim Simulieren von Ladesäulen erheblich. Die Geräteserie PSB 9000 erfüllt bereits heute die Vorgaben des Combined Charging Systems (CCS) der Charging Interface Initiative (CharIn e.V.), einer Vereinigung, die das schnelle und einfache Laden von Elektroautos fördert.

Modularität für individuelle Anpassung

Durch den modularen Aufbau der Geräte lassen sich mehrere bidirektionale Stromversorgungen der Reihe PSB 9000 parallelschalten und individuell auf die Test- und Prüfeinrichtungen der jeweiligen Anwendung anpassen. Die Geräte arbeiten mit einer flexiblen leistungsgeregelten Ausgangsstufe: Entlang einer Leistungshyperbel sind sowohl hohe Spannungen als auch hohe Ströme einstellbar, die alle in der Liefervereinbarung LV123 der Hersteller geforderten Systemspannungen abdecken: Ein mit einem PSB 9750-60 zu ladendes 750-V-Batteriepack verfügt ab einer Spannung von 250 V über die volle Leistung des Netzgerätes. Somit wird das Batteriepack im Vergleich mit einer konventionellen Stromversorgung schneller geladen.

Die Geräte besitzen analoge und digitale Schnittstellen und können über einen Plug-and-play-Slot mit weiteren digitalen Schnittstellen an alle Testumgebungen angebunden werden. Der Anwender kann die Slots flexibel austauschen und die Geräte einfach auf eine andere Schnittstelle nachrüsten. Außerdem sind Labview VIs und CAN dbc files sowie ein IVI-Treiber für Windows erhältlich.

 

Seite 3 von 3123