Das Problem sei am 3. August bei der fehlerhaften Installation von Software für eine neue Maschine entstanden, hieß es aus dem Unternehmen. Die befallene Maschine sei an das Netz angeschlossen worden, was eine Ausbreitung des Virus ermöglicht habe. In der Folge sah sich TSMC gezwungen, die Produktion ab Freitagnacht in mehreren Fabs zu stoppen. Vertrauliche Informationen seien dabei nicht außen gelangt. Auch einen Hackerangriff schloss die Foundry aus.

TSMC

Ein zeitweiser Produktionsumfall in seinen Fabs bedeutet für die Foundry geschätzte 3 Prozent Umsatzeinbußen. TSMC

Das Problem sei mittlerweile unter Kontrolle, so das Unternehmen. Am Sonntagabend hätten 80 Prozent der betroffenen Linien den Betrieb wieder aufgenommen, am Montag sei mit voller Funktionsfähigkeit zu rechnen.

Die Konsequenzen aus dem Produktionsausfall können auf mehreren Ebenen deutlich spürbar werden: TSMC selbst rechnet mit Lieferschwierigkeiten und zusätzlichen Kosten sowie Einbußen von 3 Prozent des prognostizierten Quartalsumsatz von 8,45 bis 8,55 Milliarden US-Dollar.

Doch die weltweit größte Foundry beliefert Tech-Riesen wie Apple, Namen wie Qualcomm oder NXP, aber auch eine Vielzahl anderer Chiphersteller aus einer großen Bandbreite von Branchen. Besonders prominent ist der Automotive-Bereich betroffen. Ein Produktionsstopp bei TSMC kann sich demnach an vielen Stellen auf die Versorgung mit ICs auswirken.