Der intelligente „Container 42“ wird vom Rotterdamer Hafen aus auf eine zwei Jahre dauernde Datensammlungsreise um die Welt geschickt.

Der Hafen Rotterdam schickt einen intelligenten Container auf Reise.

Der Hafen Rotterdam schickt einen intelligenten Container auf Reise. Hafen Rotterdam

Der mit Sensoren und Kommunikationstechnologie ausgestattete Container misst während der Reise Vibrationen, Gefälle, Position, Schall, Luftverschmutzung, Feuchtigkeit und Temperatur. Er ist außerdem mit Solarmodulen versehen, um zu ermitteln, wie viel Energie ein Container auf einem Containerschiff, Zug oder Lkw auf der Reise erzeugen kann.

Das Projekt soll die Frage beantworten, welchen Einflüssen eine Containerladung auf der Seereise und beim Transport über Land ausgesetzt ist. Alle diese Einflüsse zeichnet der Container 42 auf . Die gesammelten Daten bieten einen Einblick in die Herausforderungen in Transport und Logistik und tragen zur Entwicklung eines sogenannten „digital Twin“ – eines digitalen Zwillings – des Hafens bei, einer digitalen Darstellung des tatsächlichen, physischen Hafens.

Die Basis dafür ist die heutige Internet of Things-Plattform des Hafenbetriebs Rotterdam. Über diese Cloud-Plattform sammelt und verarbeitet der Hafenbetrieb Daten von Sensoren auf dem Hafengelände. Sie erfassen Echtzeitdaten unter anderen über die Infrastruktur, Wasser und Luft. So will der Rotterdamer Hafen die Qualität der Dienstleistung weiter verbessern. Die Digitalisierung im Rotterdamer Hafen soll eine noch sichere, zuverlässigere und schnellere Abfertigung ermöglichen. Sie sei eine Voraussetzung dafür, dass in Zukunft autonome Schiffe den Hafen Rotterdam anlaufen können.

Container 42 ist eine Plattform, auf der der Hafenbetrieb Rotterdam, IBM, Cisco, Esri, Axians, Intel, HyET Solar, Van Donge & de Roo, Awake.ai, Betta Batteries, Simwave, Advanced Mobility Services, Kalmar und Shipping Technology zusammenarbeiten.