Das ist eines der Ergebnisse der Continental-Mobilitätsstudie 2018, in deren Rahmen das Marktforschunginstitut  Infas die Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren in Deutschland, den USA, Japan und China untersuchte. Im Auftrag von Continental wurden neben einer repräsentativen Zahl an Autofahrern auch Expertem aus Wissenschaft und Automobilindustrie befragt.

Continental-Mobilitätsstudie 2018

Zwei Drittel der deutschen Autofahrer würden sich in Stausituationen automatisiert fahren lassen. Continental

Demnach herrscht in Deutschland ein gespaltenes Verhältnis zum automatisierten Fahren vor: Auf der einen Seite würden sich rund zwei Drittel der deutschen Autofahrer in stressigen Situationen durch den Stau oder enge Baustellen auf der Autobahn elektronisch gesteuert chauffieren lassen. Auf der anderen Seite äußern knapp zwei Drittel der Befragten Ängste mit Blick auf das automatisierte Fahren. 2013 äußerten diese nur rund 50 Prozent. Eine Rolle haben dabei vermutlich Unfälle bei Testfahrten in den USA gespielt.

International wird das Automatisierte Fahren laut der Continental-Mobilitätsstudie 2018 zunehmend positiv gesehen:  In den USA halten inzwischen 50 Prozent der Autofahrer das automatisierte Fahren für eine sinnvolle Entwicklung, nach 41 Prozent vor fünf Jahren. In China sind es 89 Prozent nach 79 Prozent, in Japan 68 Prozent nach 61 Prozent. In Deutschland liegt die Zustimmung unverändert bei 52 Prozent. Überdurchschnittlich positiv stehen hierzulande die 31- bis 45-Jährigen mit einem Anteil von 65 Prozent dem automatisierten Fahren gegenüber, sowie Autofahrer aus dem Umland von Großstädten (61 Prozent).

„Die Ergebnisse unserer Mobilitätsstudie zeigen, dass Vertrauen in neue Technologien für die Mobilität der Zukunft eine enorme Bedeutung hat“, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart hinsichtlich der Ergebnisse der Studie. „Unsere Industrie muss noch besser erklären, dass automatisiertes Fahren Schritt für Schritt und nicht als Revolution kommt.“ Vielen Autofahrern sei gar nicht bewusst, dass sich die Unfallzahlen schon durch aktuelle Fahrerassistenzsysteme wie Notbremsassistenten, Totwinkelwarner und Spurhaltesysteme drastisch senken ließen. Wachse das Verständnis, steige auch die Akzeptanz.