Continental hat seit längerer Zeit elektronische Komponenten mit einem zu hohen Bleianteil ausgeliefert. Das Unternehmen hatte die Überschreitung nach eigenen Angaben selbst festgestellt und den Vorgang Anfang Juni den Behörden gemeldet.

Continental will mit einem Maßnahmenplan dafür sorgen, dass künftig nicht mehr die Bleimenge in elektronischen Komponenten überschritten wird.

Continental will mit einem Maßnahmenplan dafür sorgen, dass künftig nicht mehr die erlaubte Bleimenge in elektronischen Komponenten überschritten wird. Continental

Für den Einsatz von Blei in elektronischen Komponenten gelten unterschiedliche Grenzwerte je nach Datum der Typgenehmigung eines Fahrzeugs. Es gehe um eine „nicht konforme Bleimenge von durchschnittlich rund 0,0005 g je betroffener elektronischer Komponente“, teilte Continental mit. Das Fahrverhalten, die Emissionen sowie die Sicherheit würden durch die Verwendung der betroffenen Komponenten nicht beeinträchtigt. Die problematischen Bauteile seien aus China bezogen worden.

Continental geht nun proaktiv mit dem Vorgang um und hat dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz einen Maßnahmenplan vorgelegt, mit dem das Unternehmen umgehend den Bleigehalt in einigen seiner elektronischen Bauteile auf gesetzlich vorgeschriebene Höchstmengen gemäß Altfahrzeug-Richtlinie senken wolle. Darin sei eine Selbstverpflichtung enthalten, die Bleimengen in den elektronischen Bauteilen des Unternehmens über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu verringern.

Laut Unternehmen würden die potenziell nicht konformen Bleimengen mit den gesetzlich zulässigen Anteilen im Recyclingprozess zusammen zurückgewonnen. Nach Berechnungen von Continental und vorläufigen Gutachten neutraler Stelle entstehe an den Verwertungsstellen in Deutschland ein Zusatzeintrag in Höhe von 0,00031 Prozent Blei bezogen auf die Grundbelastung.

Der Automobilzulieferer verpflichtet sich in seinem Maßnahmenplan dazu, die Situation gemeinsam mit den Kunden individuell zu analysieren und die erforderlichen Umsetzungsschritte festzulegen. In dem Plan ist ein für die jeweilige Komponente gültiger Terminplan integriert. Nach heutigem Continental-Kenntnisstand seien bevorstehende Neuanläufe von Fahrzeugserien durch die Umstellung nicht gefährdet.

Continental bezieht jährlich etwa 51.000 unterschiedliche elektronische Komponenten.

Auch Bosch hat das Problem, dass elektronische Komponenten mit einem zu hohen Bleigehalt verbaut wurden. Das Unternehmen wurde vor einigen Wochen darüber informiert. Die Auslieferung potenziell betroffener Produkte sei gestoppt worden.