Die beiden Produktlinien PSoC 3 und PSoC 5 basieren auf einer einheitlichen Architektur und unterscheiden sich vor allem im CPU-Core.

Die beiden Produktlinien PSoC 3 und PSoC 5 basieren auf einer einheitlichen Architektur und unterscheiden sich vor allem im CPU-Core.

„Unsere PSoC-1-Architektur war enorm erfolgreich, und das trotz des eher langsamen CPU-Core“: Norm Taffe, Executive Vice President bei Cypress Semiconductor, bringt damit zweierlei knackig zum Ausdruck. Erstens, dass das Besondere am PSoC die Kombination von programmierbarer Analog- und Digital-Hardware ist und nicht der CPU-Core, und zweitens, dass es dennoch an der Zeit war, die CPU aufzurüsten. „In der neuen Architektur stecken drei Jahre Forschung und Entwicklung.“ Im PSoC 3 integriert Cypress einen 8051-Prozessorkern mit bis zu 33 MIPS und im PSoC 5 steckt ein ARM Cortex-M3, der bis zu 100 DMIPS schafft. Zum Vergleich: Der M8C im PSoC 1 leistet 4 MIPS. Durch die Vielfalt der Architekturen „profitieren unsere Kunden vom reichhaltigen Ökosystem rund um 8051 und ARM. Sie können vorhandenen Code auf einfache Weise in den PSoC integrieren“, ergänzt Norm Taffe.
Cypress will damit die 8-, 16 und 32-Bit-Märkte erschließen. Die neuen Architekturen wurden auf Stromsparen getrimmt, im Hibernate-Modus begnügen sie sich mit 200 Nanoampere. Der Betriebsspannungsbereich umfasst beeindruckende 0,5 bis 5,5 Volt. Natürlich hat Cypress auch die analogen und digitalen Subsysteme deutlich aufgewertet. Ebenso die Programmierumgebung, hier beschreitet die Firma neue Wege: Statt den Kunden die Analog- und Digital-Funktionen wie bei einem FPGA programmieren zu lassen, bringt der neue PSoC-Creator eine große Bibliothek von typischer Komponenten mit, die der Benutzer mit simplen Wizards beliebig parametrieren kann. „Künftig wird es auch möglich sein, eigenen Verilog-Code zu integrieren“, ergänzt Taffe. Im ersten Schritt ist es für die Entwickler aber enorm einfach, ihren Chip per Creator zu konfigurieren, die Software zu schreiben und damit komplette eingebettete Systeme zu erschaffen, ohne den System-Level verlassen zu müssen. „Damit demystifizieren wir die Analog-Entwicklung“, betont Norm Taffe. (lei)