Vor jeder Entwicklung steht für Dr. Thomas M. Müller die Frage „haben wir Zeit und Geld, um ein bestimmtes neues Feature in die Produkte zu bringen?“ Audis Lösung zur Beantwortung dieser Frage ist E3, die End-to-End Electronics Architecture, die aus vier technischen Kernelementen besteht: Intelligente Funktions-Architektur und -abstraktion, Compute-Cluster mit Reserven, End-to-End-Daten-Highway und Security by Design.

Dr. Thomas M. Müller (Audi): „Die Killer-Funktion von morgen ist ein flexibles E/E-System!“

Dr. Thomas M. Müller (Audi): „Die Killer-Funktion von morgen ist ein flexibles E/E-System!“ Matthias Baumgartner

Auf E3 bauen dann die technische und die funktionale Architektur sowie die Software-Plattform auf. Um E3 umzusetzen, hat Audi sich funktionsorientiert horizontal und damit völlig neu organisiert – mit den Funktionen im Mittelpunkt. Das dezentralisierte Projektmanagement und die Plattform, ein „Data Center on Wheels“, liefern den Funktionen die Ressourcen zu. 2021 soll die neue Elektrifizierungs-Plattform EEE dann greifen.

Dr. Thomas M. Müller (Audi): „Wenn wir erst einmal eine offene Plattform haben und das Auto schnell Dinge mit offenen Standards aufnehmen kann, dann sind wir in der Lage, mit anderen Branchen wie zum Beispiel Medical zu sprechen.“

Dr. Thomas M. Müller (Audi): „Wenn wir erst einmal eine offene Plattform haben und das Auto schnell Dinge mit offenen Standards aufnehmen kann, dann sind wir in der Lage, mit anderen Branchen wie zum Beispiel Medical zu sprechen.“ Alfred Vollmer

Auch die Zusammenarbeit mit den Zulieferern müsse sich ändern: Nicht mehr als Kette vom OEM zu Tier-1 über Tier-2 weiter bis Tier-n sondern eine Kollaboration über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg mit mehreren Tier-Ebenen gleichzeitig, während parallel auch Kollaboration über Branchen hinweg, zum Beispiel mit Unternehmen der IT-, Medizin oder Consumer-Elektronik, erfolgen. „Wenn wir erst einmal eine offene Plattform haben und das Auto schnell Dinge mit offenen Standards aufnehmen kann, dann sind wir in der Lage, mit anderen Branchen wie zum Beispiel Medical zu sprechen“, betont Dr. Müller, bevor er den Begriff „from car to care“ ins Spiel bringt.