Bild 2: IoT-Konfiguration mit hierarchischer Darstellung der Verbindungen zwischen der Cloud und den Dingen Mouser Electronics

Bild 2: IoT-Konfiguration mit hierarchischer Darstellung der Verbindungen zwischen der Cloud und den Dingen Mouser Electronics

Bei einer geschäftlichen Transaktion erfordern bestimmte Schritte einen manuellen Prozess. Mithilfe einer Blockchain können diese Schritte automatisiert werden, um schneller bessere Ergebnisse zu erzielen. Dazu zählen zum Beispiel Authentifizierungs- und Verifizierungsprozesse. Oft erfordert eine Institution oder Organisation, dass ein Antragsteller seine wahre Identität über einen Notar verifiziert, was mitunter zeitaufwendig ist. Mit einer Blockchain kann sich ein Antragsteller mit einem Konto oder durch Zusammenarbeit mit einem Agenten anmelden und sofort verifiziert werden.

Doch die Effizienzsteigerung bietet noch weitere Vorteile. Weil Blockchain-Technologie beispielsweise Peer-to-Peer-Transaktionen und -kommunikation ermöglicht, kann sie ein neues IoT-basierendes Geschäftsmodell unterstützen, bei dem Benutzer und Stromanbieter die traditionellen Gas- und Stromversorger umgehen. Auch im Bereich Solartechnologie könnten neue Anbieter ihre Photovoltaikressourcen an ein lokales Stromnetz anbinden – und so potenziell den gesamten Energieversorgungsmarkt umkrempeln.

Vereinfachte Suche und Prüfung verfolgbarer Datensätze

Blockchain-Technologie ermöglicht es, bequem nach Transaktionsdatensätzen in einem Block zu suchen, der von autorisierten Benutzern gemeinsam genutzt wird. Auf den zeitaufwendigen Besuch eines Archivs für die Suche nach Datensätzen kann so verzichtet werden. Noch wichtiger ist jedoch, dass Behörden und Gesetzgeber im Falle von Fehlern die Historie prüfen und feststellen können, wer diese verursacht hat. Da sich die Historie der Datensätze nicht ändern lässt, können so in jeder Transaktion Verantwortlichkeit und Transparenz geschaffen werden. Im IoT, wo minütlich eine Vielzahl an Transaktionen stattfindet, kann dies von erheblichem Nutzen sein.

Die Implementierung einer Blockchain bringt einige Herausforderungen mit sich. Wenn jede Transaktion aller Finanzinstitute, Versicherungen, Gesundheitseinrichtungen und Logistikunternehmen weltweit aufgezeichnet und über das IoT-Netzwerk übertragen werden soll, ist eine Blockchain enormer Größenordnung erforderlich. Wie würde sich das auf Datenverkehr und Speicheranforderungen auswirken? Bisher gibt es nur wenige Versuche und kleine Implementierungen. Es ist unklar, welche Art und Menge von Rechenressourcen benötigt werden. Infolgedessen sind Fragen darüber laut geworden, ob Blockchain-Technologie überhaupt praktikabel ist. Auf der anderen Seite tut sich einiges im Bereich der Entwicklungen von 5G-Kommunikation und GPU-basierenden Supercomputern. Es wird sich zeigen, ob diese Technologien die genannten potenziellen Probleme im Zusammenhang mit Blockchain-Technologie lösen können.

Die Zukunft von Blockchain-Technologie

Blockchain-Technologie gilt bereits als bekannteste Transaktions-basierende IoT-Anwendung, hat jedoch auch einige Schwachpunkte – wie eine potenziell geringe Durchsatzgeschwindigkeit und ungenutzte Blöcke, die trotz Inaktivität Energie verbrauchen. Anbieter vergleichbarer Technologien wie IOTA versuchen auf dem Markt Fuß zu fassen. Hashgraph ist eine Alternative, die die Vorteile von Blockchain-Technologie ohne deren Einschränkungen bietet. Eine neue Organisation mit dem Namen Hedera Hashgraph Council wurde ins Leben gerufen, um diese Technologie zu fördern. Die Zukunft wird zeigen, wer sich letztendlich auf dem Markt durchsetzt. Was ist bis dahin die beste Blockchain-Strategie? Statt eines Alles-oder-nichts-Ansatzes kann es ratsam sein, die Technologie zunächst in kleinem Umfang zu testen, um sowohl Vorteile als auch Defizite kennenzulernen.

 

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