Mit Smartphones und Tablets steht dem Maschinen- und Anlagenbauer eine neue und vielseitige Infrastruktur für die mobile und ortsungebun­dene Nutzung zur Verfügung.

Mit Smartphones und Tablets steht dem Maschinen- und Anlagenbauer eine neue und vielseitige Infrastruktur für die mobile und ortsungebun­dene Nutzung zur Verfügung.Bosch Rexroth

Technik muss nicht kompliziert und unattraktiv sein. Das zeigen immer mehr Maschinen- und Anlagenbauer, die sich neben der Funktions- und Leistungssteigerung ihrer Produkte auch intensiv Gedanken über deren Usability und Design machen. Hersteller überlegen ganz konkret, wie sie die immer vielfältigeren Anwendungsmöglichkeiten ihrer Maschinen mithilfe einfacher Bedienkonzepte für den Maschinenführer noch beherrschbar machen. Ganz klar: Der Benchmark sind hier die Bedienstrategien aus dem Verbraucherumfeld.

Funktionalität ist nicht mehr alles, sondern muss beim Benutzer auch ankommen: Usability ist gefragt. Hinter diesem Begriff verbirgt sich das Ziel, die Bedienung intuitiv und damit effizient zu gestalten. Einigen Herstellern ist das noch zu wenig: Die Bedienung über das Human Machine Interface (HMI) soll auch Spaß machen, den Benutzer motivieren und ein positives Gefühl vermitteln. Auch dafür gibt es einen Fachausdruck: User Experience.

Podiumsdiskussion auf der SPS IPC Drives

Über den Einsatz von Smart Devices im Maschinen- und Anlagenbau diskutieren moderiert durch IEE-Chefredakteur Stefan Kuppinger:

  • Andreas Beu, User Interface Design
  • Ralf Klößinger, Siemens
  • Prof. Claus Oetter, VDMA
  • Michael Reiß, M&M Software
  • Norbert Sasse, Bosch Rexroth

Wann: Di, 26. November 2013, 13 Uhr

Wo: VDMA Forum Halle 3, Stand 618

Maschinenbedienung mit Spaßfaktor

Starke Impulse erfährt die Diskussion um Usability und User Experience durch Tablet und Smartphone – und damit auch deren Bedienphilosophien. Diese Smart Devices bieten Rechenleistung, die bis vor kurzem nur High-End-PCs erreichten. Hinzu kommen Funktionen wie Kamera, Mobilfunkanbindung, GPS-, Gyro- und Lage-Sensorik. Damit steht dem Maschinen- und Anlagenbauer eine neue und vielseitige Infrastruktur für die mobile und ortsungebun­dene Nutzung zur Verfügung. Deren Möglichkeiten gilt es zu entdecken und auszuloten. Schließlich erwarten die Bediener künftig die gleiche oder wenigstens eine ähnliche User Experience an den Maschinen, die sie von ihrem Smartphone her kennen.

Eine kleine Revolution bahnt sich also an, die den traditionellen Maschinenbau unter Zugzwang setzt: Entwicklungen auf dem Mobile-Sektor zeigen nämlich, dass andere Bedienphilosophien durchaus möglich sind. Und die Kunden des Maschinen­baus werden zunehmend moderne Bedienkonzepte mit mehr Usability einfordern.

Es geht darum, der nächsten Bediener-Generation geeignete Systeme und Arbeitsweisen zur Verfügung zu stellen, mit denen sie arbeiten wollen und können. Denn nur auf diese Weise bleiben die Arbeitsplätze in der Automatisierungs- und Produktionstechnik attraktiv.