Der Hotspot überträgt bei freier Sicht Daten über 10 m Entfernung mit 1 Gigabit pro Sekunde.

Der Hotspot überträgt bei freier Sicht Daten über 10 m Entfernung mit 1 Gigabit pro Sekunde.Fraunhofer IPMS

Die von den Wissenschaftlern des Fraunhofer IPMS entwickelte drahtlose Kommunikationstechnologie ist nicht nur dazu geeignet, kabelgebundene Übertragungstechniken zu ergänzen oder zu ersetzen. Sie ist aufgrund einer Datenrate von 1 Gigabit pro Sekunde auch herkömmlichen drahtlosen Funktechniken wie Wlan überlegen und so für alle Einsatzgebiete prädestiniert, bei denen große Datenmengen schnell übertragen werden müssen.

Die Lösung des Fraunhofer IPMS besteht darin, Licht im infraroten Bereich als drahtloses Übertragungsmedium einzusetzen. Diese optische drahtlose Kommunikation nutzt das weltweit frei von Regulierungen verfügbare Spektrum des Lichts und hat – freie Sicht zwischen Sender und Empfänger vorausgesetzt – das Potenzial, gegenüber verfügbaren Funklösungen bis zu zehnmal schneller und mit vernachlässigbaren Bitfehlerraten (<10-9) Daten zu übertragen. Dabei benötigt sie nur 15 % der Energie pro übertragenes Nutzdatenbyte. Ein erster Li-Fi Hotspot als Prototyp für die optische drahtlose Kommunikation auf Distanzen bis zu 10 m wird nun erstmals auf der Electronica in München vom 11. bis 14. November 2014 dem Fachpublikum vorgestellt. Das treiberlose Sende-/Empfangsmodul vereint einen optischen Transceiver und einen Protokoll-Controller mit einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. So lässt es sich leicht in industrieübliche Systeme integrieren. Um den Nutzen für unterschiedliche Anwendungsfelder zu erproben, bietet das Fraunhofer IPMS ein Customer Evaluation Kit an.