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Für seine Brandschutzgehäuse hat Häwa häwa die Allgemein-bauaufsichtliche-Zulassungen (ABZ) nach den neuesten Richtlinien des DiBT bekommen.
Die Leitungskanäle von Häwa bieten eine besonders hohe Schutzart.

Etwa alle drei Minuten entsteht in Deutschland ein Brand. Dabei werden immer wieder Menschenleben gefährdet, und hohe wirtschaftliche Schäden sind die Folgen. In elektrischen Schaltanlagen können beispielsweise lose Klemmen, Kurzschlüsse, Störlichtbögen, Überlastungen, Isolationsfehler und Blitzeinwirkungen einen Brand auslösen. Bei technischen Anlagen in der Industrie oder in Gebäudekomplexen mit großen Menschenansammlungen wie in Flughäfen, Bahnhöfen, Altenheimen, Krankenhäusern oder Hotels ist es von großer Bedeutung, dass auch während eines Brandes die Funktionstüchtigkeit der sicherheitsrelevanten elektrischen Anlagen aufrecht erhalten bleibt.

Häwa hat sich dieser Aufgabe gewidmet und entsprechende Brandschutzgehäuse konzipiert, die laut den neuen Zulassungen Z-86.1-20 und Z-86.1-22 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DiBT) einem Feuer von mindestens 30 beziehungsweise 90 min widerstehen können. Dadurch entsprechen die Gehäuse den neuesten Richtlinien des DiBT, weshalb der Hersteller nun auch die Allgemein-bauaufsichtliche-Zulassungen (ABZ) für seine Brandschutzgehäuse erhalten hat.

Gegenüber bisherigen Verordnungen, müssen nun nach den neuen Richtlinien jetzt auch Angaben über die einzuführenden Kabel gemacht werden. Hier liegt der besondere Wettbewerbsvorteil der Brandschutzgehäuse von Häwa, denn sie weisen, relativ zum Gehäusevolumen, den höchsten zulässigen Gesamtleiterquerschnitt auf dem Markt auf: Bereits ab Außenabmessungen von 600 mm x 1000 mm x 600 mm (BxHxT) lassen sich Einzelkabel bis 4 mm x 240 mm und ein Gesamtleiterquerschnitt von 3362 mm² über die Kabeleinführung in das Brandschutzgehäuse einführen. Bei kleineren Gehäusevolumen kann linear interpoliert werden.

Für die Anwender ist der Gesamtleiterquerschnitt in den ABZ der Gehäuse sehr wichtig. Wenn der zugelassene Gesamtleiterquerschnitt des einzelnen Kabels beziehungsweise aller eingeführten Kabel den in der ABZ genannten Querschnitt übersteigt, dann kann der Anwender seine elektrische Anlage in das bestimmte Gehäuse nicht mehr einbauen und muss eventuell größere und teurere Gehäuse verwenden, um die benötigte Kabelmenge einführen zu dürfen. Bei Häwa hat man bereits vor zehn Jahren erkannt, dass der Kunde bei seinen Anwendungen umso flexibler ist, je mehr Kabel für die jeweilige Gehäusegröße zugelassen sind. Ein weiterer Vorteil der Brandschutzgehäuse ist die Flexibilität bei der Größe und Belegung des Kabelschotts. Das Kabelschott lässt sich dabei von oben, unten und auch seitlich anbringen. Zudem gibt es mehrere Varianten zum direkten Einführen der Kabel oder für die Anbindung eines Brandschutz-Kabelkanals.

Leitungskanäle mit hoher Schutzart

Parallel dazu ist auch ein breites Produktportfolio von Leitungskanälen (Typ 1201, 1204, 1206 und 1207) mit hoher Schutzart bis hin zu IP65 durch entsprechende Dichtflächen (Typ 1201) erhältlich. Zum Teil sind diese Leitungskanäle auch nach Kundenwunsch erhältlich (Typ 1201 und 1206), um spezifische Kundenanforderungen, etwa nach besonderer Stabilität durch angeschweißte Verbindungsflansche, zu erfüllen. Darüber hinaus bietet der Leitungskanal Typ 1201 eine durchgehende und zuverlässige Erdungsmöglichkeit durch Erdungsbolzen. Für diesen Typ steht auch ein Faltenbalg zur Verfügung, der die Übertragung von auftretenden Vibrationen verhindert.

Die Kanaltypen 1204 und 1207 profitieren von einer durchgängigen, offenen Einlegbarkeit, selbst bei um 90 Grad gedrehten Kanälen. Dadurch sind sie außerdem sehr gut für Nachrüstungen geeignet. Es ist zudem eine große Auswahl an Formteilen erhältlich. Der Leitungskanal Typ 1206 bietet ebenfalls eine durchgängige, offene Einlegbarkeit und erreicht dabei trotzdem noch die Schutzart IP54. Durch den Einsatz von Verbindungs-Us ist dieser Typ sehr stabil. Durch verfügbare Trennwände eignet sich dieser Kanaltyp zur gemeinsamen und doch getrennten Verlegung von elektrischen Kabeln, Luft- sowie Hydraulikleitungen. Auch Nachrüstungen sind durch die offene Einlegbarkeit leicht durchzuführen.

Alle Leitungskanäle sind mit einer Blechstärke von mindestens 1,5 mm und teils mit Flanschen von 3 mm sehr stabil ausgeführt. Bis auf Typ 1201 sind alle Leitungskanäle durchgängig offen einlegbar. Reduzierungen von einem Querschnitt zum anderen stehen innerhalb eines Kanaltyps ebenfalls zur Verfügung.