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Auf Husum dreht sich in diesem September wieder alles um die Windenergie.
Bei der Messe geht es um die kleinen Steuerungen ebenso wie um die großen Windtürme.
Die Messe hat den Ruf, ihren ganz eigenen Flair zu haben.

Insgesamt stehen Mitte 2012 in Deutschland 22.664 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 30.016 MW. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Windenergie und der VDMA Power Systems. Im ersten Halbjahr 2012 gingen neun Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 45 MW in Betrieb. Damit bleibt der deutsche Offshore-Windenergieausbau zwar hinter den Prognosen zurück, allerdings befinden sich seit Mitte des Jahres bereits drei Offshore-Windparks in Bau. Bis zum Jahresende werden Projekte mit einer installierten Leistung von über 2.000 MW und einem Inves­titionsvolumen von etwa 7,5 Milliarden Euro in der Bauphase sein. Das Produktionsvolumen der Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland lag im Jahr 2011 bei etwa 5,96 Milliarden Euro, wie die beiden Verbände ermittelten. Der deutsche Markt hat mit 5,1 % der Installationen und 6 % der Investitionen nur noch einen kleinen Anteil am Weltmarkt. Beim Produktionsvolumen steht Deutschland jedoch mit 16 % in einer Führungsposition.

Großes Potenzial sieht Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, im Repowering – dem Ersetzen alter Anlagen: „Heute sind rund 13 750 Anlagen mit einer Leistung von etwa 12.000 MW in Betrieb, die vor dem 1. ­Januar 2002 installiert wurden. Diese Anlagen sind nach dem EEG 2012 repoweringfähig.“ Für das erste Halbjahr 2012 meldeten die Umfrageteilnehmer zehn Repoweringanlagen mit einer Leistung von rund 26 MW und 15 abgebaute Anlagen mit einer Leistung von rund 8,7 MW. Bis Mitte 2012 wurden damit insgesamt erst etwa 460 MW abgebaut und durch etwas über 1.000 MW ersetzt. Die Befragung der Hersteller hat jedoch nicht alle abgebauten Anlagen und Repoweringanlagen erfasst.

Das Klein und Groß der Windenergie

Die Husum Windenergy vom 18. bis 22. September spiegelt den Erfolg der Branche wider. 1.200 Aussteller zeigen auf 58. 000 m2 Brutto-Ausstellungsfläche ihre neuen Lösungen für die Windenergie. Angefangen von der Planung von Windparks über deren Realisierung mit den Anlagenherstellern und der entsprechenden Zulieferindustrie bis hin zu Dienstleistungen und Service werden die Highlights der Branche gezeigt. Die Bandbreite reicht von kleinen Anlagen mit 100 kW bis hin zu on- und offshore Anlagen im Bereich von bis zu 6 MW Leistung.

An vier Tagen, vom 18. bis 21. September, begleitet außerdem der Kongress ‚Develop the Future!… of windenergy‘ im neu eröffneten Nordsee Congress Centrum die Messe. In vier Konferenzräumen halten rund 200 Referenten mehr als 75 Vorträge über aktuelle Themen und Trends der Windenergiebranche. Rund 5.000 Teilnehmer erwartet der Veranstalter. Alle Kongressveranstaltungen werden aufgezeichnet und noch während die Messe läuft auf der Internetseite bereitgestellt. Im Bereich ‚Company Innovations‘ stellen außerdem Unternehmen ihre neuen Entwicklungen vor. Besucher können zwischen dem Stundenticket zum Besuch von nur einer Veranstaltung, der Tageskarten oder der sogenannten ‚Congress Flatrate‘ wählen, die einen uneingeschränkten Besuch aller Veranstaltungen an allen Messetagen gestattet. Die Flatrate ermöglicht außerdem den Zugriff zu den aufgezeichneten Kongressprogrammen schon während oder auch nach der Messe.

Karriere in der Windbranche

Der letzte Messetag steht traditionell im Zeichen der Karriere: Auf der Jobmesse Windcareer stellen sich Firmen, Hochschulen und Weiterbildungsinstitute aus dem Bereich der Windenergie vor. In der Branche sind laut einer Erhebung der ­European Wind Energy Association europaweit rund 140 000 Menschen beschäftigt. Die Nachfrage nach Windenergie-Spezialisten steigt weiter an, denn der Markt expandiert. Hinzu kommt der Aufbau des arbeitsintensiven Offshore-Sektors, der im Vergleich zu Onshore das rund 2,5-­Fache an Manpower benötigt. Außerdem startet am Samstag um 11 Uhr der Workshop ‚Akademische Angebote zur Aus- und Weiterbildung‘, ab 11:15 Uhr läuft parallel dazu der Workshop ‚Gewerblich-technische Angebote zur Aus- und Weiterbildung‘.