Im Gesamtjahr 2017 vermeldeten die im Fachverband Bauelemente Distribution (FBDi) organisierten Unternehmen ein Umsatzplus von 12 % auf 3,6 Milliarden Euro und einen Auftragseingang von 3,91 Milliarden Euro, ein Rekordergebnis. 2017 war neben Knappheit und Preiserhöhungen auch von deutlichen Wechselkurschwankungen (Dollar/Euro) geprägt, die sich über alle Quartale hinweg nahezu ausglichen.

Deutsche Bauelemente-Distribution

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger erwartet, dass sich die deutsche Bauelemente-Distribution 2018 solide, aber nicht spektakulär entwickelt. Avnet

Bei den verschiedenen Komponentenarten verlief die Entwicklung durchaus unterschiedlich: Während Halbleiter um 11,4 % auf 2,51 Milliarden Euro wuchsen, stieg der Umsatz mit passiven Bauelementen etwas langsamer, um 10,3 % auf 488 Millionen und der mit elektromechanischen Komponenten um 25,5 % auf 377 Millionen Euro. Auch die Stromversorgungen wuchsen noch kräftig um 15,8 % auf 98 Millionen Euro. Die restlichen Bauelemente blieben eher unter den Erwartungen. Die Umsatzverteilung in Prozent blieb nahezu unverändert: Halbleiter 69,8 %, Passive 13,6 %, Elektromechanik 10,5 %, Stromversorgungen 2,7  %, allen andere zusammen 3,4 %.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Eine Jahres-Book-to-Bill-Rate von 1,16 würde unter normalen Umständen auf ein recht ansehnliches Wachstum in 2018 schließen lassen, da aber Aufträge von Kunden je nach Knappheitssituation und Verfügbarkeits-Entwicklung gern auch verschoben oder storniert werden, könnte es im Jahresverlauf eine kleine Ernüchterung geben.“ Der FBDi geht davon aus, dass 2018 solide, aber nicht bahnbrechend wird.

Für die weitere Entwicklung komme es im Wesentlichen auf die Situation in der Bauelemente-Fertigung an, und welche Entspannung von dort zu erwarten sei. Bei den Kunden sieht Steinberger eine ungebrochen hohe Nachfrage. Diese sei weniger von der Verfügbarkeit, sondern von Innovation und guter Konjunktur in nahezu allen Branchen getrieben.