Der deutsche Bauteilemarkt war im Geschäftsjahr 2014 sehr stabil. Gegenüber dem Vorjahr erreichte er ein Wachstum von 7,6 %.

Der deutsche Bauteilemarkt war im Geschäftsjahr 2014 sehr stabil. Gegenüber dem Vorjahr erreichte er ein Wachstum von 7,6 %.FBDI

Zwischen den Technologien gab es 2014 kaum Verschiebungen: Die Halbleiter wuchsen überdurchschnittlich um +8,9 % auf 2,04 Milliarden Euro. Sie erreichen damit einen Anteil von über 69 % an der Bauelemente-Distribution. Passive Bauelemente verbuchten ein Plus von 6,8 % auf 435 Millionen Euro, womit diese knapp 15 % des Komponentenkuchens repräsentierten. Die Elektromechanik dagegen fiel etwas zurück: Der Umsatzzuwachs bröckelte während des Jahres ab und erreichte am Ende noch ein Wachstum von 4,1 % auf 308 Millionen Euro und einen Anteil am Gesamtmarkt von 10 %. Stromversorgungen wuchsen um 3,7 % auf 65 Millionen Euro (2,3 % vom Gesamtmarkt), Displays fielen um 1,1 % auf 85 Millionen Euro (2,7 % vom Gesamtmarkt).

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger freut sich über die Entwicklung in der Elektronik-Branche: „Während die Gesamtwirtschaft bei knapp 1 % Wachstum liegt, konnte die Elektronikindustrie und mit ihr die Distribution weiter gewinnen. Im Vergleich lag Deutschland bei den Halbleitern über dem europäischen Durchschnitt, was vor allem dem Wachstum bei diskreten Bauteilen, Leistungs- und Optokomponenten zu verdanken ist. Speicher, Mikrokomponenten und Programmierbare Logik wuchsen unterdurchschnittlich.“

Die solide Auftragslage der Branche zeigt sich an der Book-to-Bill-Rate, die Ende des Jahres 2014 wieder den Wert 1 erreichte. Für 2015 lässt das eine weiter stabile Nachfrage erwarten.

Die solide Auftragslage der Branche zeigt sich an der Book-to-Bill-Rate, die Ende des Jahres 2014 wieder den Wert 1 erreichte. Für 2015 lässt das eine weiter stabile Nachfrage erwarten.FBDI

Für 2015 erwartet Steinberger ein gemischtes Bild: „Die Entwicklung hängt nicht nur von der reinen Nachfrage ab, die relativ stabil ist, sondern vom Wechselkurs zwischen Euro und Dollar. Die meisten Hersteller haben bereits angefangen, den schwächeren Euro zu berücksichtigen und entsprechend ihre Pläne zu Preiserhöhungen vorgestellt. Die deutsche High-Tech-Industrie profitiert jedoch von der Euroschwäche, weil dadurch die Exportchancen außerhalb der EU verbessert werden. Unberechenbar dagegen bleibt die politische Lage.“