Auch im zweiten Quartal 2004 konnte die Elektronik-Bauelemente-Distribution in Deutschland weiter zulegen. Nach der jüngsten Statistik des Fachverbands der Bauelemente Distribution e.V. (FBDi) wuchs der deutsche Distributionsmarkt für elektronische Komponenten in den Monaten April bis Juni um 15,45% gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal.


Der Gesamtumsatz der im FBDi meldenden Distributoren betrug im Q2/2004 rund 476 Mio. Euro. Mit rund 72% Anteil stellen die Halbleiter den größten Produktbereich in der FBDi-Meldestatistik dar (ohne CPUs und DRAMs für den PC-Markt, die vom FBDi nicht berücksichtigt werden), gefolgt von den passiven Bauelementen mit rund 16% und den elektromechanischen Komponenten mit gut 10%. Das stärkste Wachstum erfolgte – genau wie im ersten Quartal – im Bereich der Elektromechanik mit knapp 18%, gefolgt von den Passiven mit 16,6%. Beim Umsatz mit Halbleiterprodukten verzeichneten die FBDi-Mitglieder im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 15,1%. Der Auftragseingang lag mit 482 Mio. Euro um knapp 21% höher als im Vorjahr, verlangsamte sich jedoch gegenüber den ersten drei Monaten (Januar bis März 2004). Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag mit 1,01 im positiven Spektrum. Zum Vergleich: Im zweiten Vorjahresquartal lag die Book-to-Bill-Rate noch bei 0,97.


FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet) kommentierte die Zahlen: „Das erste Halbjahr 2004 entwickelte sich erfreulich positiv und deutet für das gesamte Jahr auf ein insgesamt stabiles Wachstum hin. Allerdings hat sich der Auftragseingang saisonal bedingt etwas verlangsamt. Die nächsten Monate müssen jetzt zeigen, ob das nur eine leichte Korrektur der überhitzten Auftragslage war und wie viel Potenzial dieser gegenwärtige Wachstumszyklus tatsächlich hat.“(jj)