Neben den Branchenausfuhren haben auch der Auftragseingang, die Produktion und der Umsatz einen guten Jahresstart hingelegt. Hinzukommt, dass die Elektroimporte nach Deutschland im Januar mit plus 9,1 Prozent gegenüber Vorjahr kräftig auf 16,3 Milliarden Euro gestiegen sind.

Das Jahr 2017 konnte sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen jeweils mit einem erneuten Höchststand abgeschlossen werden. So hatten die Branchenausfuhren ein Volumen von fast 200 Milliarden Euro (+9,6 % gegenüber 2016) erreicht. Die Elektroimporte kamen im vergangenen Jahr auf 182 Milliarden Euro.

Elektroexporte

Im Januar 2018 erreichten die deutschen Elektroexporte einen neuen Höchststand im Jahresvergleich. ZVEI

Die Elektroexporte nach Europa erhöhten sich im Januar 2018 um 12,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 10,9 Milliarden Euro. Dabei wurden in der Eurozone Exporte im Wert von 5,5 Milliarden Euro abgesetzt – ein Plus von 12,4 Prozent. Die höchsten Zuwächse wurden im Ausfuhrgeschäft mit Schweden (+25,0 % auf 497 Mio. Euro) und Polen (+19,1 % auf 791 Mio. Euro) erzielt. Überdurchschnittlich wuchsen auch die Lieferungen nach Russland (+14,6 % auf 299 Mio. Euro), Spanien (+14,5 % auf 551 Mio. Euro), Ungarn (+14,5 % auf 542 Mio. Euro) und in die Niederlande (+14,4 % auf 844 Mio. Euro).

Die deutschen Elektroausfuhren in Drittländer legten im Januar um 11,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 6,1 Milliarden Euro zu. Besonders kräftig fiel das Wachstum im Ausfuhrgeschäft mit Australien (+168,1 % auf 218 Mio. Euro), Malaysia (+69,0 % auf 202 Mio. Euro) und Taiwan (+52,1 % auf 246 Mio. Euro) aus. „China ist inzwischen mit Abstand der größte Exportabnehmer von Erzeugnissen der deutschen Elektroindustrie“, so ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Die Lieferungen in das Reich der Mitte wuchsen im Januar um 29,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, während die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA nur um 3,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegen konnten.“