Mit einem Wert von 16,9 Milliarden Euro reduzierten sich die Exporte der deutschen Elektroindustrie im Juli um 6,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Gesamtzeitraum von Januar bis einschließlich Juli 2020 nahmen die aggregierten Branchenausfuhren laut ZVEI um 8,4 % gegenüber Vorjahr auf 113,9 Milliarden Euro ab. Im Vergleich zum gesamten zweiten Quartal dieses Jahres habe sich der Rückgang zu Beginn des dritten Quartals immerhin um mehr als die Hälfte verkürzt, meinte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Die deutschen Elektro-Exporte und -Importe bis Juli 2020.

Die deutschen Elektro-Exporte und -Importe bis Juli 2020. ZVEI

Mit 15,2 Milliarden Euro verfehlten die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland ihr Vorjahresergebnis im Juli um 2,2 %. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres beliefen sie sich auf 105,5 Milliarden Euro, womit sie um 6 % niedriger lagen als im Vorjahr.

Die Elektroexporte in die Industrieländer fielen im Juli ‒ wie die Gesamtexporte ‒ um 6,7 % gegenüber Vorjahr auf 10,6 Milliarden Euro. Zuwächse gab es im Geschäft mit den europäischen Ländern Slowakei (9,7 % auf 205 Mio. Euro), Schweiz (1,9 % auf 623 Mio. Euro), Dänemark (1,8 % auf 222 Mio. Euro), Portugal (1,2 % auf 145 Mio. Euro), Schweden ( 1,1% auf 342 Mio. Euro) und Spanien (0,4% auf 547 Mio. Euro). Die Lieferungen nach Japan (- 23,5 % auf 231 Mio. Euro), in die Niederlande (- 13,3 % auf 783 Mio. Euro), nach Belgien (- 12,1 % auf 373 Mio. Euro), Südkorea (- 10,5 % auf 223 Mio. Euro) und in die USA (- 10,1 % auf 1,6 Mrd. Euro) sanken dagegen zweistellig. Auch bei den Ausfuhren nach Frankreich (- 7,9 % auf 1 Mrd. Euro), Großbritannien (- 7,2 % auf 689 Mio. Euro), Italien (- 6,9 % auf 811 Mio. Euro) und Tschechien (- 6,3 % auf 698 Mio. Euro) gab es Rückgänge.

Die deutschen Elektroausfuhren in die Schwellenländer sind im Juli um 6,5 % gegenüber Vorjahr auf 6,3 Milliarden Euro zurückgegangen. Kumuliert von Januar bis Juli 2020 wurden in den Schwellenländern deutsche Elektroexporte in Höhe von 41,4 Milliarden Euro abgesetzt ‒ ein Minus von 6 % gegenüber Vorjahr.