Die deutsche Elektroindustrie verzeichnete im Juli 2020 insgesamt 5,9 % weniger Auftragseingänge als im Vorjahr; in den ersten 7 Monaten waren es durchschnittlich 9,3 % meldet der ZVEI.

Die deutsche Elektroindustrie verzeichnete im Juli 2020 insgesamt 5,9 % weniger Auftragseingänge als im Vorjahr; in den ersten 7 Monaten waren es durchschnittlich 9,3 % meldet der ZVEI. ZVEI

„Damit ist es zu Beginn des zweiten Halbjahres vorerst bei Rückgängen geblieben, auch wenn diese tendenziell kleiner werden“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim ZVEI. Während die Bestellungen aus dem Inland nur um 1,6 % nachgaben, fiel das Minus bei den Auslandsorders mit 9,5 % deutlich stärker aus. Kunden aus dem Euroraum bestellten im Juli 9,9 % weniger. Die Orders aus Drittländern gingen um 9,2 % zurück.

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli dieses Jahres blieben die Auftragseingänge um 9,3 % unter ihrem entsprechenden Vorjahreswert. Hier gingen die Inlandsorders um 4,4 % und die Bestellungen aus dem Ausland um 13,1 % zurück. Die Aufträge von Geschäftspartnern aus der Eurozone (-13,2 %) und aus dem Nicht-Euroraum (-13 %) nahmen in den ersten sieben Monaten mit gleicher Rate ab.

Die preisbereinigte Produktion der Branche fiel im Juli um 9,5 % gegenüber Vorjahr zurück. Kumuliert von Januar bis einschließlich Juli verfehlte der Output sein entsprechendes Vorjahresniveau um 8,8 %.

Die preisbereinigte Produktion der Branche fiel im Juli um 9,5 % gegenüber Vorjahr zurück. Kumuliert von Januar bis einschließlich Juli verfehlte der Output sein entsprechendes Vorjahresniveau um 8,8 %.

Die preisbereinigte Produktion der Branche fiel im Juli um 9,5 % gegenüber Vorjahr zurück. Kumuliert von Januar bis einschließlich Juli verfehlte der Output sein entsprechendes Vorjahresniveau um 8,8 %. ZVEI

Mit 14,9 Milliarden Euro waren die Erlöse der heimischen Elektrounternehmen im Juli 2020 um 7,3 % niedriger als vor einem Jahr. Beim Inlandsumsatz (-5,9 % auf 7,2 Milliarden Euro) fiel der Rückgang etwas geringer aus als beim Auslandsumsatz (- 8,4 % auf 7,7 Milliarden Euro). Die Erlöse aus Geschäften mit Kunden aus dem Euroraum gaben im Juli um 4 % auf 2,9 Milliarden Euro nach, wohingegen der Umsatz mit Drittländern um wesentlich höhere 10,8 % auf 4,8 Milliarden Euro rückläufig war.

Erste sieben Monate 2020

In den gesamten ersten sieben Monaten 2020 belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 100,4 Milliarden Euro, womit er um 8,4 % niedriger ausfiel als vor einem Jahr. Die Inlandserlöse büßten hier 7,5 % auf 47,7 Milliarden Euro ein, die Auslandserlöse 9 % auf 52,7 Milliarden Euro. Der Umsatz mit der Eurozone verfehlte sein Vorjahresniveau zwischen Januar und Juli um mehr als ein Zehntel (- 10,8 % auf 19,3 Milliarden Euro). Mit Drittländern lief ein Minus von 8 % auf 33,4 Milliarden Euro auf.

Mit 14,9 Milliarden Euro waren die Erlöse der heimischen Elektrounternehmen im Juli 2020 um 7,3 % niedriger als vor einem Jahr.

Mit 14,9 Milliarden Euro waren die Erlöse der heimischen Elektrounternehmen im Juli 2020 um 7,3 % niedriger als vor einem Jahr. ZVEI

Geschäftsklima verbessert sich weiter

Die Elektrounternehmen haben ihre Produktionspläne zuletzt wieder abwärts revidiert: Im August fiel der Saldo aus Firmen, die in den nächsten drei Monaten mehr beziehungsweise weniger herstellen wollen, von plus vier auf nunmehr minus einen Zähler. Indessen haben sich die neuen Anzeigen über Kurzarbeit im August weiter auf 14.800 verringert. Im April kamen sie noch auf den bisherigen Höchstwert von 218.400. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche belief sich zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf 876.300. Das waren 9100 weniger als am Jahresanfang.

Das Geschäftsklima bei den deutschen Elektrounternehmen verbessert sich weiter, ist aber weiterhin unter der Null-Linie.

Das Geschäftsklima bei den deutschen Elektrounternehmen verbessert sich weiter, ist aber weiterhin unter der Null-Linie. ZVEI

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich zuletzt weiter erholt. „Hier gab es im August den nunmehr vierten monatlichen Anstieg in Folge. Allerdings verbesserte sich diesmal nur die Beurteilung der aktuellen Lage, wohingegen die allgemeinen Geschäftserwartungen gegenüber Juli wieder etwas nachgaben. Unterm Strich befindet sich das Klima noch acht Zähler unterhalb der Null-Linie“, so Gontermann. Der Saldo aus positiven und negativen Exporterwartungen ist im August leicht auf plus drei Prozentpunkte gestiegen. Im Juli hatte er bei plus einem Zähler gelegen.