„Auftragseingang und Produktion markieren 2018 ein neues Rekordniveau“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW.

„Auftragseingang und Produktion markieren 2018 ein neues Rekordniveau“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW. Uwe Nölke / team-uwe-noelke.de

Im dritten Quartal 2018 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 %. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1 Prozent zurück. Die Auslandsorders sanken um 2 %

„Auftragseingang und Produktion markieren 2018 ein neues Rekordniveau“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. „Gleichwohl zeigen die Bestellungen erstmals seit mehr als einem Jahr ein kleines Minus. Der Aufschwung neigt sich allmählich dem Ende entgegen und die Nachfrage normalisiert sich“, so Schäfer weiter. Zum einen lasse die Dynamik der Weltwirtschaft nach. Entsprechend sind die Märkte außerhalb der Eurozone ins Minus gerutscht. Zum anderen führe die starke Entwicklung der Inlandsnachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2017 rund um die Messo EMO Hannover nunmehr zu Minusraten im Gesamtauftragseingang.

Beschäftigung und Kapazitätsauslastung setzen Höhenflug fort

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Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie steuert auf Rekordkurs Monatliche Auftragseingangsstatistik VDMA, VDW

Die Beschäftigten bleiben mit fast 73700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im August dieses Jahres auf Rekordniveau. Die Kapazitäten waren im Oktober 2018 mit 95 % fast vollständig ausgelastet. Eine ähnliche Auslastung wurde zuletzt im Juli 2012 gemessen. „Mitarbeiter-, Kapazitäts- und Materialengpässe sind nach wie vor die meist genannten Herausforderungen für die Unternehmen“, sagt Schäfer.

Produktion läuft auf Rekordniveau und noch besser als erwartet

Der Umsatz schließlich ist in den ersten neun Monaten laut Verbandsumfrage um 13 % gestiegen. „Zwar wird sich dieser zweistellige Zuwachs nicht über das gesamte Jahr fortschreiben lassen, weil die Produktion Ende 2017 extrem nach oben geschnellt ist“, erläutert Schäfer. Die gute Entwicklung habe den Verband jedoch veranlasst, die Produktionsprognose einen weiteren Prozentpunkt nach oben zu schrauben. Der VDW erwartet nunmehr einen Produktionszuwachs für 2018 um 8 % auf ein Volumen von über 17 Mrd. Euro. Allerdings weist Schäfer ausdrücklich darauf hin, dass Branchenkonjunktur und Firmenentwicklungen wieder stärker auseinanderlaufen. Die Zerspanungstechnik, die im vergangenen Jahr boomte, wächst jetzt deutlich langsamer. Die Umformtechnik ist hingegen wieder Zugpferd für die Entwicklung, unterstützt durch Projektgeschäfte.