Die Embedded World Exhibition & Conference findet nächstes Jahr als rein digitale Veranstaltung statt. Sowohl die Fachmesse als auch die begleitenden Konferenzen, die Embedded World Conference und die Electronic Displays Conference, werden als digitale Formate unter dem Namen Embedded World Digital abgehalten. Dafür stehen den Teilnehmern vom 1. bis 5. März 2021 fünf Tage zur Verfügung.

„Der Wunsch, mit anderen Fachleuten und Embedded-Experten zu interagieren, sich mit ihnen zu vernetzen und zu kommunizieren, ist ungebrochen“, sagte Benedikt Weyerer, Director Exhibition Embedded World, Nürnberg Messe.  Das zeigten ihnen die zahlreichen Rückmeldungen aus der Embedded-Welt, auch in dieser besonderen Zeit. Mit der rechtzeitigen Entscheidung, die Embedded World 2021 digital durchzuführen, schafften sie jetzt die notwendige Planungssicherheit für die Embedded Community – für Aussteller und Teilnehmer.

Bei der vergangenen Embedded World 2020 hatten viele Aussteller ihre Teilnahme abgesagt, weil sie sich wegen des Corona-Virus um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Partner sorgten: Embedded World: Weitere Firmen sagen Auftritt ab.

Eingang bei der Embedded World 2020.

Die Embedded World 2021 wird rein digital stattfinden. Nürnberg Messe

Behandelt werden bei der Embedded World Digital 2021 Themen wie Sicherheit elektronischer Systeme, verteilte Intelligenz, das Internet der Dinge sowie E-Mobility und Energieeffizienz.

Die digitalen Veranstaltungen bieten Ausstellern neben Raum für die Unternehmenspräsentation und zur Darstellung von Produkten auch die Möglichkeit, sich im Programm einzubringen. Dazu zählt die Beteiligung an den digitalen Ausstellerforen sowie an weiteren interaktiven Formaten wie unternehmensspezifischen Networking-Tables. Auch gibt es Raum für freie Diskussionen. Darüber hinaus wird eine Matchmaking-Funktion angeboten, so dass Interessenten die richtigen Aussteller finden können und umgekehrt. Das digitale Format soll auch Teilnehmern weltweit, z.B. aus der EU, USA, China oder Japan, einen direkten Zugang zur Embedded-Community bieten.

Bildergalerie: Eindrücke von der Embedded World 2020

Bildergalerie:„Eindrücke von der Embedded World 2020”
Auf dem Weg zur Embedded World waren die U-Bahn-Züge morgens um 9:00 Uhr durchaus besetzt, aber dennoch war es ganz erheblich leerer als in den Vorjahren.
Im Eingangsbereich Ost der Embedded World befanden sich um 10 Uhr nur wenige Besucher.
In der Garderobe vor dem Eingang zur Halle 1 war um die Mittagszeit noch wirklich genügend Platz.
Wo sonst großes Gedränge beim Eingang zur Halle 1 herrschte, war es 2020 zur Mittagszeit sehr übersichtlich.
Wo früher Cypress seinen Stammplatz am Eingang zur Halle 4A hatte, stand 2020 der Rutronik-Truck.
In der ansonsten extrem geschäftigen Halle 4A dominierte vor allem eine Art Wellnes-Oase: um zumindest einen Teil des leeren Platzes zu füllen.
Wie leer die Halle 4A wirklich ist, zeigt dieser ...
...Bilder-Schwenk entgegen dem Uhrzeigersinn ...
... um etwa 180 Grad,...
... wobei die Restauration selbst am späten Vormittag nur mäßig besetzt war...
Für die Aussteller in der Halle 4A war das natürlich nicht einfach (Ende des Bilder-Schwenks).
Dennoch herrschte bei Maxim Integrated (einem der wenigen noch ausstellenden Halbleiterhersteller) in Halle 4A die ganze Zeit über reges Interesse. Das Unternehmen stellte in seiner Pressekonferenz unter anderem ein IC für Lidar-Sensoren vor.
Am Ausstellungsstand von Fischer Elektronik ging es zumindest am Vormittag ruhig zu. Natürlich standen bei dem Unternehmen aus Lüdenscheid Kühllösungen im Mittelpunkt.
Vector Informatik hatte die Teilnahme kurzfristig abgesagt. Deshalb blieb der Stand leer – genauso...
wie dSPACE. Auch dieses Unternehmen  hatte erst am Vortag die Beteiligung abgesagt.
ETAS wiederum war mit großer Mannschaft vor Ort und präsentierte seine Unterstützung für die E/E-Architektur.
Mittel zum Desinfizieren waren allgegenwärtig, zumindest an den Hallenübergängen und sanitären Einrichtungen.
Auf der die Messe begleitenden Konferenz übernahm Prof. Dr. Ulrich Löwen von Siemens Corporate Technology nach den Absagen von Cypress-CEO Hassane El-Khoury und Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, die Keynote. Thema seines Vortrags: „Platform Economy and the Industrial Internet-of-Things“.
Rohde & Schwarz war mit seinen Oszilloskopen vertreten – und zwar in Halle 4, die ab Mittag recht gut besucht war. Hier im Bild ist zum Beispiel die Messtechnik für schnelle digitale Schnittstellen zu sehen.
Nicht nur Yaskawa hielt an seinem Auftritt auf der Messe fest, sondern nach Angabe der Messe Nürnberg etwa 900 Unternehmen.
Mit diesem Ausstellungsstück war Cadence präsent. Das Unternehmen präsentiert unter anderem die Tensilica-DSPs und Design-Tools für ADAS, Infotainment und ECU/Automotive-Ethernet-Design.
Selbst um die Mittagszeit war der Imbiss-Bereich in Halle 3A wenig besucht.
An Durchgängen wurde permanent Desinfektionsmittel nachgefüllt.
An den Vorträgen der ETAS-Academy herrschte auch am frühen Vormittag schon viel Interesse.
Am Stand von Bosch in Halle 4A am Vormittag des ersten Messetages: Die Sensortec-Sparte des Unternehmens zeigte unter anderem Referenzdesigns für MEMS-Sensoren und Cross-Domain-Entwicklungskits.
Anleitung zu Hygienemaßnahmen: richtiges Händewaschen, Husten, Niesen... Das Ganze auf Deutsch, Englisch und Chinesisch.
In diversen Hallen sind größere Teile abgesperrt.
Rundumblick.
Basler hatte seinen Stand auch nicht mehr besetzt.
In vielen Ecken der Messe war es sehr ruhig. Wer die doch schnell ermüdenden Füße für eine Weile hochlegen wollte, hatte es in diesem Jahr vergleichweise leicht, ein Plätzchen dafür zu finden.
Green Hills zeigte seine Automotive-Plattformen mit integriertem IVI/Cluster, Secure Gateway, V2X/C2X und Domain Controller... natürlich ASIL-D-konform.
Viele Besucher bei Antmicro: unter anderem hatte das Unternehmen die Energy-Harvesting PMICs für IoT-Anwendungen von E-peas dabei. Energy Harvesting gewinnt Energie aus der Umgebung, zum Beispiel über Vibrationen oder Temperaturunterschiede und entlastet damit die Batterie eines IoT-Gerätes.
Die schnellen Steuergeräteschnittstellen von ETAS kommen  zur Validierung und Applikation von Steuergeräten zum Einsatz und helfen beim Prototyping neuer Steuergerätefunktionen.
Auffallend viele Cafe-Bars füllten ehemalige Standflächen, aber sie waren wenig besucht.
Am Stand von Congatec war viel los: das Unternehmen präsentierte sein ganzes Spektrum an Lösungen für das Embedded-Edge-Computing. Ein zentrales Thema war natürlich der zukünftige PICMG-COM-HPC-Standard, den Congatec mit Christian Eder als Chairman des COM-HPC-Subkomitees vorantrieb.
Hy-Line hatte den Auftritt zuletzt noch abgesagt.
Nuvoton aus Taiwan war nicht zur Messe angereist.