Warum ist Würth Elektronik Eisos ein besonders verlässlicher Partner für seine Kunden?

Alexander Gerfer:  Verlässlich, weil wir zu einem großen Konzern gehören, der in seiner Finanzkraft stabil ist. In der Langfristigkeit ist man ganz anders gefordert. Die Bauteile, die wir herstellen sind langfristig verfügbar und nicht nur für eine kurze Zeit. Und damit sind auch die Planungssicherheit und die Ersatzteilsicherheit gegeben.

Alexander Gerfer, CTO und Geschäftsführer Würth Elektronik Eisos GmbH & Co. KG

Alexander Gerfer ist Geschäftsführer und Chief Technology Officer von Würth Elektronik Eisos, einer der größten europäischen Hersteller elektronischer und elektromechanischer Bauelemente mit rund 8000 Mitarbeitern und Sitz in Waldenburg. Würth Elektronik Eisos

Wenn wir etwas tun, herstellen und den Kunden anbieten, muss es qualitativ hochwertig sein. Auch muss ein Bauteil technisch sauber beschrieben sein, sodass der Kunde weiß, bin ich jetzt innerhalb einer „Safe Operations Area“ oder bin ich schon im Überlastungsmodus. Wir helfen dem Kunden mit guten technischen Daten weiter. Dazu haben wir die Plattform Redexpert eingeführt, wo wir reale Messdaten von Bauteilen abbilden und verlässliche, präzise und praxisnahe Daten abgeben. Qualität heißt aber auch, wir haben eine Artikelnummer und diese hat global die gleiche Qualität. Man bekommt in der Bemusterung nicht das „goldene Sample“ und für die Produktion was ganz Anderes. Bauteile sind ab Lager schnell in beliebigen Menge zu bekommen.

Wo sehen Sie momentan die größten Herausforderungen im Elektronikmarkt?

 Alexander Gerfer:  Für unsere Kunden natürlich deren Abnehmermarkt, der momentan geschüttelt und gerüttelt wird und damit dann auch uns beeinflusst. Wir wissen momentan noch nicht genau, wo es mit den Aufträgen hingeht. Die Entwicklung bewegt sich aber ganz sicher in Richtung E-Mobilität und 5G. Die Frage ist allerdings: Können wir genügend junge Menschen für Elektronik-Hardware begeistern? Wie bekommen wir diese jungen Menschen schnell auf einen akzeptablen Wissensstand? Wenn wir keine Hardware-Design-Fachkräfte mehr finden, dann haben wir ein Problem. Europa muss sehen, dass es seine Stärke behält: Schnelligkeit im Design und Schnelligkeit im Markteintritt, außerdem Beibehaltung einer hohen Qualität.

Wie begegnen Sie als Hersteller diesen Themen?

Alexander Gerfer:  Wir unterstützen die Kunden-Aktivitäten durch unseren Service. Es gibt kostenlose Muster, wir haben einen technischen Vertrieb, Business Development Manager und FAEs, die dabei helfen, Kunden-Applikationen zum Leben zu erwecken. Und zum Thema wie können wir junge Menschen begeistern: Wir haben die Online-Plattform Redexpert zur einfacheren Bauteilauswahl und -simulation eingeführt, wo wir jederzeit abrufbar viel technisches Wissen und Messdaten abgelegt haben. Zusätzlich bieten wir alleine oder in Kooperation mit großen IC-Herstellern oder EMV-Laboren auch eigene Schulungen, Seminare und Fachbücher über Kernthemen an, über die man im Praxisleben Bescheid wissen sollte.