Die kürzlich gegründete Open HW Group hat das Projekt Core-V Chassis vorgestellt, in dem ein SoC für eine heterogene Multicore-Prozessorevaluierung geschaffen werden soll. Ab der zweiten Hälfte 2020 soll darauf das Betriebssystem Linux laufen können. In dem Core-V Chassis wird ein CV64A-64-Bit-Kern neben einem CV32E-32-Bit-Coprozessorkern arbeiten.

Die Open HW Group hat das Projekt Core-V Chassis vorgestellt.

Die Open HW Group hat das Projekt Core-V Chassis vorgestellt. Nicole Ahner

Das Evaluierungs-SoC, das auf der NXP-iMX-Plattform basiert, soll sich auszeichnen durch 3D- und 2D-GPUs, die Displays MIP-DSI und CSI, die Kamera I/O, in die Hardware integrierte Sicherheit, PCLe-Konnektivität, eine Gigabit-Ethernet-Media-Access-Control-Adresse, USB 2.0-Schnittstellen, Unterstützung für (LP)DDR4 und mehrere SDIO-Schnittstellen. Der 64-Bit-CV64A-Kern im Core-V-Chassis basiert auf dem RV64GC-RISC-V-Kern, der ursprünglich als Teil der Pulp-Plattform an der ETH Zürich entwickelt wurde. Der leistungsoptimierte CV64A-Kern wird Taktfrequenzen von 1,5 GHz erreichen. Daneben ist der CV64A ein leistungsfähiger CV32E-Coprozessorkern auf Basis des RV32IMFCXpulp-RISC-V-Kerns der ETH Zürich.

Nach Fertigstellung ist das Core-V Chassis als Basis für weitere Multicore-Evaluierungs-SoCs vorgesehen. Die Ankündigung des Core-V Chassis dient auch als Aufruf an die Industrie und Organisationen, sich an diesem Projekt zu beteiligen.