HES Erkert Präzisionsteile setzt die kompakten Motorstarter Simatic ET 200SP für die Ansteuerung der Antriebe in der Fördertechnik zwischen den Werkzeugmaschinen ein. Durch die Hybrid-Technik arbeiten sie verschleißfrei und energieeffizient.

HES Erkert Präzisionsteile setzt die kompakten Motorstarter Simatic ET 200SP für die Ansteuerung der Antriebe in der Fördertechnik zwischen den Werkzeugmaschinen ein. Durch die Hybrid-Technik arbeiten sie verschleißfrei und energieeffizient. Siemens

Simpel formuliert ist es nur die Substitution einer Motorschutzschalter-Schütz-Kombina­tion durch einen modernen Hybrid-Motorstarter“, bringt es Horst Schmid auf den Punkt. Der Leiter der Elektrotechnik-Abteilung bei HES Erkert Präzisionsteile in Sulzbach an der Murr ist sich aber durchaus bewusst, dass es sich um einen Quantensprung handelt, den die hybride Startertechnik ermöglicht. Insofern schätzt der Automatisierungsexperte die umfangreiche Funktionalität heutiger Motorstarter und beobachtet deren Entwicklung sehr genau.

Auf die Schnelle

  • Hybrid-Starter-Baureihe im Einsatz bei Lohnfertiger und Sondermaschinenbauer HES Erkert
  • Integration ins TIA Portal schafft Basis für vorausschauende Wartung
  • Elektronik sorgt für Trans­parenz im Antriebsstrang
  • Installationsaufwand halbiert, Projektierung deutlich
    beschleunigt
  • Schneller Modulwechsel
    erhöht Produktivität

Zum Hintergrund: HES Erkert Präzisionsteile gehört mit etwa 1 400 Mitarbeitern zu den bedeutenden Lohnfertigern in Deutschland und zählt unter anderem zu den wichtigen Zulieferern der Automotive-Branche. Um stets am Puls der Zeit zu bleiben, entwickelt und baut das Unternehmen im Geschäftsbereich ,Sondermaschinenbau‘ viele Produktions­lösungen selbst. Allein die Verkettungen zwischen den mehreren Hundert Werkzeugmaschinen zum Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, Kaltwalzen etc. hat die Kilometergrenze weit überschritten. „Bei den vielen Tausend Elektromotoren, die wir in unseren drei Werken einsetzen, wirkt sich deshalb jede Optimierung sofort positiv aus auf Kosten, Produktionsleistung, Lagerhaltung und Verfügbarkeit“, weiß Horst Schmid aus seiner jahrelangen Erfahrung.

Projektierung, Montage und Installation deutlich schneller

Horst Schmid, Leiter der Abteilung Elek­trotechnik bei HES Erkert Präzisionsteile: „Durch die Motorstarter mit Hybrid-technik profitieren wir in vielerlei Hinsicht – wir sparen Engineering-Aufwand, Platz, Installationszeit und gewinnen gleichzeitig wichtige Informationen rund um die Automatisierung.“

Horst Schmid, Leiter der Abteilung Elek­trotechnik bei HES Erkert Präzisionsteile: „Durch die Motorstarter mit Hybrid-technik profitieren wir in vielerlei Hinsicht – wir sparen Engineering-Aufwand, Platz, Installationszeit und gewinnen gleichzeitig wichtige Informationen rund um die Automatisierung.“ Siemens

Für Schmid ist der modular aufgebaute Motorstarter Simatic ET 200SP von Siemens mittlerweile erste Wahl, wenn es darum geht, die Antriebe der Förderbänder zwischen den einzelnen Werkzeugmaschinen effizient anzusteuern. Die damit verbundenen Vorteile zeigen sich an vielen Stellen. In erster Linie ist es die kompakte Bauweise der Geräte, die mit 30 mm Baubreite im Vergleich zum Vorgänger ET 200S, den HES Erkert ebenfalls seit vielen Jahren einsetzt, nur noch ein Drittel des Platzbedarfs benötigt. Infolgedessen bauen die Schaltschränke erheblich kleiner und sind somit unauffälliger integrierbar.

„Zudem beträgt der Installationsaufwand gegenüber konventionellen Motorabzweigen nur noch die Hälfte der Zeit wie früher“, weiß der Praktiker Schmid zu schätzen. Als Gründe führt er hier die eingesparten Komponenten wie Klemmenblöcke, Einspeisungen und Spannungsversorgung an, deren Verdrahtung damit hinfällig wird. Für weitere Zeitersparnis sorgt auch die bei HES Erkert konsequent eingesetzte Federzug-Klemmtechnik. Dadurch sind keine Aderendhülsen mehr notwendig und die Kontaktierung der Leitungen lässt sich erheblich schneller durchführen als bei Schraubverbindungen. Darüber hinaus ist diese Anschlussvariante rüttelfest und liefert einen definierten Kontakt-Widerstand.

Lediglich vier Baugrößenabstufungen pro Startervariante (Direkt-, Reversier-, fehlersicherer Direkt- und fehlersicherer Reversierstarter) decken den Leistungsbereich bis 5,5 kW ab. Das bringt erhebliche Vorteile bezüglich Projektierung, Beschaffung, Installation und Lagerhaltung. „Die meisten unserer Fördertechnikstrecken benötigen eine motorische Antriebsleistung zwischen 1,1 kW und 1,6 kW“, so Schmid. Somit kommt er meist mit einem einzigen Startertyp aus. Das vereinfacht das Handling und spart allein schon beim ersten Einbau zehn Minuten pro Starter gegenüber der Vorgängervariante. Und falls doch einmal ein leistungsmäßig stärkerer Motor angebaut wird als vorgesehen, gewinnt die Elektrotechnik-Abteilung die nächsten zehn Minuten bei der Parametrierung des neuen Motorstarters.

Programmtool macht alles einfacher

Verantwortlich für diese Zeitersparnis ist das Engineering-Framework TIA Portal zur Projektierung, Programmierung, Parametrierung und Visualisierung, in das auch die Motorstarter-Baureihe ET 200SP integriert ist. Dazu Horst Schmid: „Die mit dem TIA Portal verbundenen Möglichkeiten und Rationalisierungseffekte sind im Alltag so immens, dass wir von Anfang an auf diese Technologie gesetzt haben.“

Die Platzersparnis bei den Motostarten resultiert aus der hybriden Schalttechnik.

ANTRIEBSTECHNIKHYBRID DREHT BESSER

Interview mit Michael Hollweck, Siemens

19.02.2018In der Produktion geht nichts ohne Motoren. Obwohl essenziell, fristen die Antriebe – vor allem kleine und mittlere – aber meist ein Dasein im Verborgenen, weitgehend unbeaufsichtigt und ohne Kontrolle. Bei einem Ausfall ist die Aufregung dann groß. Hybridstarter aus dem System ET 200SP bringen nun Transparenz in die Welt der Kleinantriebe und sparen zudem Platz im Schaltschrank und Zeit bei der Verdrahtung. mehr…

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