Eine Batterie, zwei Spannungen

Hochvolt-System

Bild 5: Diverse OEMs zeigten offen, wie sie die Batterie und das Hochvolt System im Fahrzeug unterbringen. Dieses Foto zeigt den Opel Corsa. Alfred Vollmer

Hella hat sich auf die Fahnen geschrieben, seine Kunden „ganzheitlich auf dem Weg in die Elektromobilität“ zu begleiten. Kernprodukt ist in diesem Kontext das Dual Voltage Battery Management System. Es bündelt die Funktionen einer 48-V- und 12-V-Batterie (inklusive Low Voltage Battery Management) innerhalb eines einzigen Produktes auf dem Bauraum einer konventionellen 12-V-Batterie. Die neue Batteriemodul-Lösung spart Gewicht und Bauraum und lässt sich direkt in bestehende Fahrzeugarchitekturen integrieren. Damit ist es über eine dynamisch rekonfigurierbare Schaltung möglich, die Kapazität der Li-Ionen-Batterien je nach Anwendungsfall im 12-V- oder 48-V-Bordnetz zu verwenden. Die Lösung, deren Serienproduktion wohl 2023 beginnen wird, ist vor allem für Fahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse konzipiert.

Apropos Batterie: Samsung SDI erklärte sehr praxisnah, wie Lithium-Ionen-Batteriezellen funktionieren, und zeigte seine unterschiedlichen Zellentypen, während diverse OEMs zeigten, wie sie die Batterien (und die HV-Elemente) im Fahrzeug(boden) unterbringen.

Elring Klinger zeigte aber auch Batteriemodule mit prismatischen und zylindrischen Zellen. So lässt sich beispielsweise ein auf der IAA ausgestelltes 60-V-Modul in Energiespeicher bis zu einer Gesamtsystemspannung von 400 V integrieren. Der Zellspannungsabgriff erfolgt über vollautomatisch erstellte Bondverbindungen. Webasto wiederum zeigte seine Standard-Batterie, die kurz vor der Serienreife steht, und im Februar 2020 das erste Mal ausgeliefert werden soll – inklusive Vehicle Interface Box, die als Schnittstelle zum Fahrzeug dient.

48 Volt

Avatar

Bild 6: Eine der Raffinessen des vollautonomen Roboterfahrzeugs EDAG Citybot ist ein Avatar mit integriertem Sensor-Set für autonomen Fahr- und Arbeitsantrieb. Alfred Vollmer

Jacques Aschenbroich, CEO von Valeo, erklärte: „Die IAA hat in diesem Jahr einen starken Schwerpunkt auf der Elektrifizierung des Antriebsstrangs“ – und dabei schließt er 48-V-Systeme ausdrücklich mit ein. Neben Valeo zeigten besonders Magna und Bosch auch 48-V-Systeme, wobei Bosch eine 48-V-Lösung präsentierte, die speziell zur Elektrifizierung von Leichtkrafträdern konzipiert ist; sie besteht aus der Batterie, dem P4-Antriebsaggregat, der ECU und einem 48-V-DC/DC-Wandler und lässt sich auch auf größere Fahrzeuge skalieren. SGS wiederum zeigte eine 48-V-Boost-Rekuperations-Maschine, die zu allen Getriebe und Antriebssystemen kompatibel sein soll und besonders sanfte Stopp/Start-Funktionen ermöglichen soll.

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