Dosiersystem Scorpion von Essemtec.

Dosiersystem Scorpion von Essemtec.Essemtec

Die hohe Leistung und Präzision wird durch die Maschinenplattform erzielt, die auch beim Bestückungsautomaten Paraquda von Essemtec zum Einsatz kommt. Das X-Y-Portal baut auf einem robusten Mineralguss-Sockel auf. Dessen positive Dämpfungseigenschaft vermeidet Schwingungen und sorgt für einen ruhigen Lauf auch bei hohen Geschwindigkeiten. Der H-Antrieb mit präzisem Linearsystem sorgt für hohe Genauigkeit auch für anspruchsvolle Aufgaben.

Der X-Y-Antrieb ermöglicht es, dass bis zu vier verschiedene Dosierventile gleichzeitig installiert sein können. Dies minimiert den Umrüstaufwand für verschiedene Anwendungen oder erlaubt es, verschiedene Medien in einem Arbeitsgang zu dosieren.

Für die effiziente Produktion großer Volumen bietet die Maschine den Twin-Modus. In dieser Betriebsart dosieren zwei Ventile gleichzeitig, wobei der konstante Abstand zwischen den Dosierventilen einstellbar ist.

Der Arbeitsbereich dieses Dispenssystems ist in der Ebene für eine Arbeitsfläche von 650 mm x 500 mm spezifiziert. Standardmäßig wird die Maschine mit einem Inline-Transportsystem für Substrate bis zu 510 mm x 470 mm ausgerüstet. Je nach Anwendung kann der Arbeitsbereich flexibel genutzt oder mit einer kundenspezifischen Substrathalterung versehen werden.

Jeder Dosierkopf verfügt über einen eigenen Z-Antrieb mit einem besonders großen Hub von 85 mm. Die Maschine kann also auf mehreren Ebenen dosieren, Aufbauten oder Bauteile überspringen oder auch in ein Gehäuse hinein tauchen.

Dosierventil nach Wunsch

Die Standard-Ventile sind das Zeit-Druck, das Schrauben- und das Piezo-Flow-Ventil für Lotpasten. Je nach Anwendung wird das ideale Ventil vom Anwender zusammen mit dem Prozessspezialisten abgestimmt.

Mit einem Jet-Ventil lässt sich die Leistungsfähigkeit des Systems voll ausnutzen. Es kann einzelne Tropfen über mehrere Millimeter präzise verschießen: Deshalb wird beim Dispensen keine Z-Bewegung benötigt. Das von Essemtec empfohlene Jet-Ventil bietet auch einen besonders großen Anwendungsbereich. Es verarbeitet sowohl dünnflüssige als auch hochviskose Medien und kann auch gefüllte Klebstoffe oder Cyanacrylat dispensen.

Konstanter Nadelabstand

Im Unterschied zum Jetventil ist beim Dosieren mit einer Nadel der Abstand zum Substrat einer der wichtigsten Prozessparameter. Damit dieser auch bei einem gewölbten Substrat immer konstant bleibt, bietet die Maschine ein schnelles Regelsystem. Ein hochpräziser Lasersensor tastet die Substratoberfläche vor dem Dispensen mit einer Auflösung von 1 μm ab. Während des Dispensens wird die Z-Höhe des Dosierkopfes dann automatisch nachkorrigiert. Ein automatisches Kalibriersystem vermisst die Nadellänge ebenfalls auf 1 μm genau.

Die neu entwickelte Reinigungsstation für Dosiernadeln oder den Jet-Dosierkopf arbeitet mit Vakuum, berührungslos und zuverlässiger als die traditionellen mechanischen Reinigungssysteme.

Einfache Bedienung

Die grafische Bedienoberfläche macht das Einrichten und den Betrieb der Maschine für den Anwender sehr komfortabel und einfach. Der Prozessspezialist kann aber trotzdem alle Dosierparameter detailliert beeinflussen und die Prozesse fein Abstimmen.

Die Programmierung erfolgt wahlweise im Teach-in-Verfahren oder direkt mit CAD- Bestückungsdaten. Letztere werden mit der integrierten Muster-Datenbank automatisch in fertige Dispensprogramme umgewandelt.