Im Geschäftsjahr 2005 konnte Electrocomponents, die Muttergesellschaft der RS Gruppe, trotz schwacher europäischer Konjunktur ein Umsatzwachstum von 1,9% auf weltweit rund 1,16 Mrd. € (773,9 Mio. brit. Pfund ) erzielen.


Das Ergebnis von Electrocomponents im Geschäftsjahr 2005 (bis 31. März 2005) zeigt, wie wichtig die frühzeitig begonnene internationale Aufstellung des Distributors auf den Weltmärkten inzwischen ist: Im Berichtsjahr machte das deutliche Wachstum in Nordamerika (+19,4% gegenüber 2004), Asien (im Schnitt +9,1%) und Japan (+24%) die Gruppe weniger empfindlich für die lahmende Konjunktur im produzierenden Gewerbe der europäischen Hauptmärkte. So erzielte die britische RS Gesellschaft in ihrem Heimatmarkt ein Wachstum von 0,6% auf 536 Mio. €, während die RS Gesellschaften in den europäischen Festlandsmärkten im Schnitt ein Umsatzplus von 2,5% auf 364 Mio. € beisteuerten.


Das Bild in Europa war erneut uneinheitlich: Während die französische RS Gesellschaft beim Umsatz leicht abgeben musste, konnte RS in Deutschland und in Italien jeweils zum Umsatzwachstum beitragen. Nach Aussage des deutschen RS Geschäftsführers Dr. Bernhard Biergans hat der hierzulande mit über 30% besonders hohe Anteil des E-Commerce (Gruppendurchschnitt bei RS: 22%) ebenso zu dieser Umsatzentwicklung beigetragen wie die Verlängerung der abendlichen Bestellannahme bis 22.00 Uhr. Deutliche Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich trugen die RS Gesellschaften in den Märkten Benelux, Österreich und Spanien bei.


Dass Electrocomponents mit rund 157 Mio. € insgesamt dennoch ein um 2,9% geringeres Betriebsergebnis erreichte, liegt nach Aussage des Unternehmens an den derzeitigen Investitionen in unternehmensweite Prozesse. Auch der Vorsteuergewinn lag vor diesem Hintergrund mit rund 156 Mio. € um 2,5% unter dem Vorjahresniveau.


Für die kommenden drei Jahre hat Electrocomponents eine verstärkte strategische Konzentration auf Kernzielgruppen sowie auf die Technologiebereiche Elektronik und Elektromechanik, aber auch Kostensenkungen und die konsequente Fortführung bereits laufender Investitionen in die organisatorische und systemtechnische Optimierung unternehmensweiter Geschäftsprozesse angekündigt.(jj)