Marktchancen mit IoT

Für EBV Elektronik ist das Internet der Dinge ein Wachstumsbereich

Für EBV Elektronik ist das Internet der Dinge ein Wachstumsbereich

Obwohl die Erwartungen sich in den letzten Quartalen hinsichtlich des zukünftigen Volumens relativiert haben, prognostiziert das US-amerikanische IT-Marktforschungsinstitut Gartner immer noch 20 Milliarden Geräte, die bis 2020 mit dem Internet verbunden sein sollen. Diese Einschätzung teilen aktuell auch Hersteller wie IBM oder Cisco. In früheren Publikationen gingen viele Unternehmen sogar noch von stolzen 30 bis 50 Milliarden Geräten aus. Diese neueren Erwartungen gehen auf die gewonnene Erkenntnis zurück, dass das IoT nicht aus einer einzigen großen Applikation oder vielleicht zehn großen Applikationen besteht; es wird sich vielmehr auf Hunderte oder Tausende von möglichen Use-Cases stützen. Das hat zur Folge, dass ausreichend Manpower zur Verfügung gestellt werden muss, um das Thema in die Tiefe tragen können. Wenn jeder der Anwendungsfälle fünf bis zehn Ressourcen bindet, ist das kaum mehr skalierbar. Ein Distributor muss sich dann schnell die Frage stellen, wie umfassend das Angebot dann noch sein kann, um den Kunden optimal zu bedienen und gleichzeitig auch noch wirtschaftlich zu arbeiten.

EBV konnte über die Zeit bereits viel Know-how im Bereich IoT sammeln; ein Schwerpunkt lag dabei auf den Bereichen Connectivity und Sicherheit. Dabei ist es wichtig, die Kunden entsprechend vorzubereiten, denn mit IoT wird dem Kunden nicht nur ein Produkt beziehungsweise ein Service verkauft, sondern er erlebt vor allem eine gewaltige Veränderung innerhalb seines Geschäftsmodells. Beim IoT gilt es, eine andere, deutlich komplexere Umgebung zu managen. Im Gegensatz zur Produktion eines autonomen Teils muss die Anbindung sicher sein, damit sie nicht von Hackern unterlaufen werden kann.

Darüber hinaus fordert das IoT immer eine präzise Analyse der gewonnenen Daten, um daraus etwas Sinnvolles abzuleiten. Für eine zielführende Projektsteuerung bringt EBV derartige Überlegungen immer gleich bei Projektbeginn zur Sprache. Des Weiteren müssen sich Distributoren beim Thema IoT immer überlegen, welche konkreten Ansatzpunkte vorliegen – und die sind bei EBV eindeutig im Bereich des Provisioning angesiedelt, also in der Device-Konfiguration und dem dazugehörigen Device-Management.

Lösungen wie zum Beispiel die Embedded-Cloud von ARM lassen sich aufgrund ihrer Skalierbarkeit bestens implementieren. Auf dieser Plattform lassen sich alle anderen Clouds aufsetzen – unabhängig davon, ob es sich um IBM, Microsoft oder Amazon handelt. Hier investiert die EBV in technischen Support unter anderem für Software. Parallel dazu gibt es im Bereich der EBVchips eine komplette IoT-Modul-Familie, die es den Kunden einfach macht, die passende Connectivity-Lösung zu finden.

Sicherheit für IoT

Ein weiterer großer Themenkomplex ist die Sicherheit im Bereich IoT. Da Entwickler hierfür viel Unterstützung benötigen und zu Recht fordern, hat EBV hierfür dezidierte Ressourcen aufgebaut. Aktuell ist das Unternehmen am Markt mit allen großen Herstellern von Sicherheits-ICs wie zum Beispiel Infineon führend vertreten. Die Resonanz auf die neu eingestellten Fachleute in diesem Bereich ist sehr gut. An diesem Kontext kann das Management ablesen, wie sich die Lage normalisiert hat. IoT ist für die IT-Branche kein Hype mehr, sondern es spiegelt eine kontinuierliche Fortentwicklung der bereits aufgesetzten Produkte wider. Viel Diskussionsbedarf gibt es bei den Entwicklern und den Geschäftsverantwortlichen allerdings hinsichtlich der Bedeutung von IoT für das Geschäftsmodell sowie in punkto Sicherheit.

Zielgruppe Start-Ups

Das Geschäftsfeld IoT eröffnet für EBV nicht nur neue Betätigungsfelder, sondern hilft dabei, die Zielgruppen der Start-Ups intensiver zu erschließen und zu bearbeiten. Start-Ups nehmen im Zusammenhang mit IoT eine Sonderstellung ein, da sie häufig Unterstützung bezüglich Hardware oder Fertigung benötigen. Hier kann EBV selbst oder mit Partnern Hilfestellungen leisten, eine kompakte Gesamtlösung definieren und wichtige Mehrwerte anbieten. So will der Distributor für eine intensivere Marktbearbeitung mit einem Partner einen Designwettbewerb für Start-Ups auf die Beine stellen. Als Partner ist Navi Space mit dem „Innovation World Cup“ vorgesehen. Es wird eine eigene EBV-Kategorie „Best of Europe Award“ geben und EBV wird ebenfalls in der Jury vertreten sein. Im Februar 2018 werden dann die besten Vorschläge prämiert. Auf solchen Veranstaltungen kann sich das Unternehmen nicht nur als Innovator und führender Halbleiterspezialist einer breiten Masse an Start-Ups präsentieren sondern auch gleich Kontakte zu dieser hoffnungsvollen Zielgruppe knüpfen.

 

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