Intertec Components

Massive Umstrukturierungen auf dem Elektronikmarkt hat Christian Peter, CEO von Intertec Components, in den letzten beiden Jahren beobachtet: „Zum einen eine Marktkonzentration durch zahlreiche Herstellerübernahmen. Zum anderen setzen Bauteilehersteller zunehmend auf Exklusivdistributoren beziehungsweise konsolidieren ihr Distributionsnetz.“ Das verschärfe bei der aktuellen Nachfrage die Gefahr von Allokationen. Als Reaktion wendeten sich Kunden zunehmend an unabhängige Distributoren wie Intertec: Dass sie vertraglich nicht gebunden seien, ermögliche flexibleres Agieren und kürzere Lieferzeiten.

Distributoren

Christian Peter, CEO von Intertec Components, engagiert sich gegen die Verbreitung von Plagiaten. Intertec Components

Seit der Gründung 1993 hat sich der Spezialdistributor für Relais, Elektromagnete, Quarze und Halbleiter drei strategische Faktoren auf die Fahne geschrieben: Originalherstellerware, kurze Lieferzeiten und ein attraktives Preisniveau. Entsprechend ist es Intertec ein Anliegen, sich gegen die zunehmende Verbreitung von Plagiaten einzusetzen, wofür das Unternehmen mit der Nachverfolgungsagentur ERAI zusammenarbeitet.

In zwei Spezialabteilungen Red Magnetics und Red Frequency werden Elektromagnete beziehungsweise frequenzbestimmende Bauteile entwickelt und produziert. Das Serviceportfolio, das Intertec unter dem Slogan „We are intersafe“ zusammenfasst, reicht vom kundenspezifischen Labeling, 8D-Report und Pufferlager hin zu Cross-Alternativen und der vollständigen Rückverfolgung.

„Es gibt wohl kaum eine schlimmere Hiobsbotschaft für Einkäufer, als ein Bauteil anzufragen und plötzlich zu erfahren, dass es obsolet ist“, sagt Christian Peter. Um diese Schockmomente zu vermeiden, bietet Intertec einen sogenannten PCN-Alert an, der Kunden frühzeitig über Product-Change-Notifications, End-of-life-Produkte sowie Last-Time-Buy-Ausrufe informiert. Darüber hinaus will der Distributor in ein vorausschauendes Beschaffungsmanagement investieren und dabei auch sein Lieferantennetzwerk ausweiten.

Börsig

Bei Börsig in Neckarsulm stellt man sich auf Allokationen, kontinuierliche Preiserhöhungen und zunehmende Abkündigungen von Konditionen wie etwa Skonto vonseiten der Hersteller ein. „Weiterhin bleibt das Thema Industrie 4.0 präsent“, sagt Stefan Börsig, Geschäftsführer des auf Elektromechanik spezialisierten Distributors. „Die Anzahl der Daten und Geräte sowie die schnellere Kommunikation zwischen Maschine, Fahrzeugen, Werkstücken und auch dem Versand prägen das Geschäft.“ Auf diese Entwicklungen reagiert das Unternehmen mit der stärkeren Bevorratung bestimmter Produkte – oder auch der Empfehlung möglicher Produkt- oder Lösungsalternativen. Darüber hinaus soll das Portfolio in Sachen IoT ausgebaut werden, etwa im Bereich Antennentechnik oder bei Steckverbinderlösungen mit einem höheren Datendurchsatz

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Stefan Börsig, Geschäftsführer von Börsig, weitet das bestehende Sortiment für Industrie 4.0 aus. Börsig

Mit der Bemusterung aus dem eigenen Lagerbestand, der kundenspezifischen Bevorratung und der Konfektionierung von Stecker-Kabel-Verbindungen nach den entsprechenden Verarbeitungsrichtlinien bietet der Distributor eine Reihe von Value Added Services an. Mindestbestellmengen oder -werte gibt es in der Regel nicht. Auch Verfügbarkeitsprobleme sind eher selten: „Unsere Lagerhaltung zeichnet sich in der Regel durch eine sehr hohe Verfügbarkeit der Produkte aus, sodass wir unseren Kunden auch eine ,Last Buy‘-Chance einräumen können, um somit den Kunden einen möglichst großen Zeitpuffer für das Design-In von Ersatztypen einzuräumen“, erläutert Stefan Börsig.

Mit Komplikationen im Umfeld der außenpolitischen Verwicklungen rechnet man bei Börsig eher nicht. Zwar seien die Effekte außenpolitischer Krisen mittlerweile schwer vorherzusagen. „Allerdings reagieren unserer Meinung nach die Unternehmen seit der Krise in 2009 teilweise nicht mehr so extrem sensibel auf größere Krisen“, so Stefan Börsig.

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