Leitgedanke bei der Entwicklung von Approtect war es, den komplexen Prozess der Absicherung von Endgeräten in günstigere kleine, je nach Bedarf individuell kombinierbare, Teilstücke zu gliedern. So lassen sich auch spezifische Sicherheitsanforderungen abdecken, ohne zum Ressourcenfresser zu werden. Kunden sind nicht länger gezwungen, sich mit teuren Investitionen vor unendlich vielen, für sie teils hypothetischen Bedrohungsszenarien zu schützen.

Der in der Security Solution verwendete Sicherheitschip verfügt über einen Kontrollmechanismus, der die Verschlüsselung der Anwendung überprüft. So wird sichergestellt, dass das Programm auch wirklich nur von den dafür vorgesehenen Geräten ausgeführt werden kann. Durch einen stetigen Austausch mit dem Chip, der im laufenden Betrieb kontinuierlich Teile der Applikation entschlüsselt, wird zudem dafür gesorgt, dass Anwendungsdaten nicht einfach aus dem Arbeitsspeicher ausgelesen werden können. Damit sind die Anwendungen geschützt ohne zusätzlichen Kompilierungsaufwand oder komplizierte Schlüsselverwaltungsprozesse.

Mit Approtect Licensing lassen sich zusätzlich neue Geschäftsmodelle etablieren und durchsetzen. So ließen sich beispielweise einzelne Anwendungsfunktionen auf einen bestimmten Zeitraum oder eine definierte Ausführungszahl beschränken. Nützlich ist dies für Testszenarien, aber auch andere innovative Einsatzmöglichkeiten sind denkbar. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Kontron und S&T für noch mehr Sicherheit

Durch den im August 2017 besiegelten Zusammenschluss mit der S&T-Gruppe baut Kontron seine Sicherheitskompetenzen weiter aus. Kunden erhalten in Zukunft ein erweitertes Portfolio umfassender Lösungen in den Bereichen Embedded-Module, Boards und Systeme, Internet der Dinge und Industrie 4.0. Insgesamt arbeiten damit im Unternehmensverbund rund 2300 erfahrene Ingenieure im OT- und IT-Bereich an Lösungen für die nahtlose und sichere Verbindung von Embedded-Systemen in die Embedded- oder Public-Cloud.

Die Sicherheit von Daten und Anwendungen, besonders im IoT-Umfeld, können durch die Verschmelzung von Kontron mit S&T zukünftig noch besser gewährleistet werden. Zum einen, weil jetzt noch mehr Ingenieure an der Weiterentwicklung von Sicherheitslösungen arbeiten; zum anderen, weil Kontron künftig noch mehr Komponenten aus einer Hand anbieten kann. Die Kunden erhalten so eine durchgängige und mit allen Schnittstellen kompatible Infrastruktur. Das erhöht das Sicherheitsniveau bei nur minimalem Implementierungsaufwand erheblich.

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