Die Energiekosten steigen seit Jahren – und verursachen mittlerweile einen erheblichen Teil der Herstellungskosten von industriell gefertigten Produkten.

Die Energiekosten steigen seit Jahren – und verursachen mittlerweile einen erheblichen Teil der Herstellungskosten von industriell gefertigten Produkten.Thorsten Schier – Fotolia.com

Interessant ist die Thematik vor allem für kleine und mittlere Unternehmen mit Werkstattfertigung und einem hohen Energiebedarf. Beteiligen können sich Firmen aus allen Branchen; Kosten entstehen für sie nicht.

In dem Forschungsprojekt werden die Wissenschaftler des IPH zunächst den Energieverbrauch der am Projekt beteiligten Unternehmen aufnehmen. Um den voraussichtlichen Verbrauch zu prognostizieren, wird ein Verfahren erarbeitet. Mithilfe eines Algorithmus soll der Verlauf des Energieverbrauchs über die Zeit nivelliert werden. Der bestmögliche Belegungsplan wird im nächsten Schritt anhand eines eigens entwickelten Bewertungsmodells ermittelt und simuliert. Durch einen direkten Vergleich von herkömmlicher und energiekostenorientierter Belegungsplanung wird das Modell anschließend in der industriellen Praxis geprüft.

Das Projekt ‚Energiekostenorientierte Belegungsplanung‘ läuft seit 1. August 2011. Gefördert wird das 24-monatige Forschungsvorhaben mit Mitteln aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen ‚Otto von Guericke‘ (AiF) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Mit einem Unternehmen aus der Schmiedeindustrie ist bereits eine Firma an dem Projekt beteiligt, deren Branche traditionell einen hohen Energiebedarf hat. Weitere produzierende Unternehmen aus allen Branchen, die sich für eine Teilnahme am projektbegleitenden Ausschuss interessieren, können sich an Christian Böning wenden. Kontakt: boening@iph-hannover bzw. (0511) 27976-441.