„Die Elektromobilität wird kommen und E-Fahrzeuge werden in absehbarer Zeit günstiger sein als Verbrenner“, resümierte Prof. Dr.- Ing. Mattias Busse, Leiter des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und Vorstand des Forum Elektromobilität, in seinen Schlussworten zum Kongress. Nicht nur die etwa 40 Referenten, sondern auch die rund 150 Experten im Auditorium sahen eine spürbar beschleunigte Dynamik in der Elektromobilität. So berichtete etwa Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich, Sprecher des BMBF Forschungscampus Mobility2Grid, auf dem Berliner Euref-Areal über deren Aktivitäten und die dort entstehende erste bidirektionale 150 kW leistende Busladestelle der Welt.

Die Verbreitung der E-Fahrzeuge nahm der Jahreskongress des Forum Elektromobilität in den Fokus.

Rund 150 Teilnehmer trafen sich in Berlin zum Jahreskongress des Forum Elektromobilität. © innos – Sperlich GmbH, Fotograf: Carsten Herwig Fotografie

Auch das Thema autonomes Fahren nahm auf dem Campus als Treiber der Elektromobilität eine zentrale Rolle ein. Darüber hinaus standen Entwicklungen jenseits der deutschen Landesgrenzen im Fokus. So gab Mickael Bazin, Referent beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie beim Französischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, einen Überblick über die Entwicklung in Frankreich. Bis zum Jahr 2040 sollen dort Verbrenner gänzlich verboten werden, während E-Fahrzeuge mit finanziell reizvollen Prämien gefördert werden.

Einen Status Quo und Ausblick zum globalen Ladestandard via CCS – Combined Charging System – beschrieb Claas Bracklo, Vorstandsvorsitzender von Charin und Leiter der BMW-Aktivitäten in der Nationalen Plattform Elektromobilität. Dass es zur Durchsetzung der Elektromobilität mehr als nur der Hardware bedarf, diskutierten beispielsweise Alexander Schmidt, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, in seinem Vortrag „Wo werden Ladestationen gebraucht“ und Johannes Pallasch, Programmleiter Ladeinfrastruktur bei Now, in seinem Beitrag über „Förderrichtlinien Ladeinfrastruktur“.

Zum Abschluss des ersten Kongresstages stand das Vorantreiben der Elektromobilität im Fokus einer Podiumsdiskussion. Zu den Diskutierenden zählten unter anderem Prof. Matthias Busse (Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM), Michael Keller (Volkswagen), Prof. Dr. Andreas Knie (Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (Innoz), Amadeus Regerbis (EnBW Energie Baden-Württemberg) und Birgit Hofmann (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).