Ausblick für die nächsten Jahre

Bis 2020 ist mit einem Anteil der E-Autos der globalen Neuzulassungen von 2,5 bis sechs Prozent zu rechnen. 2025 könnten es dann schon 12 bis 25 Prozent sein, 2030 sogar 25 bis 40 Prozent. Davon entfallen auf China mindestens ein Drittel.

In der jüngsten Vergangenheit hat sich zudem zwischen ausländischen und chinesischen Herstellern eine große Dynamik entwickelt. Welcher OEM ist dabei mit welchem chinesischen NEV-Unternehmen Joint-Ventures eingegangen oder plant dies? Hier ein paar Beispiele:

  • Volkswagen arbeitet mit dem Hersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) zusammen.
  • Ford kündigte an, mit Chinas Zotye-Autogruppe zusammenzugehen.
  • Die Renault-Nissan-Gruppe plant 2019 ein Joint Venture mit Dongfeng Motor.
  • Honda Motor plant, 2018 ein Batteriewerk in China zu errichten.

Chinas Autokonzern Great Wall, der 2016 mehr als eine Million SUV, aber kein einziges Elektroauto produzierte, kaufte sich mit 25 Prozent in das Yogomo-Unternehmen ein, das billige Elektroautos baut. Great Wall wird zudem mit BMW Elektroautos bauen.

Dies alles sind unumkehrbare Zeichen, dass China auf dem Weg der Elektrifizierung des Verkehrs konsequent in Richtung Marktführerschaft bei (E-)Automobilen voranschreitet. Dabei geht das Land auch Themen an wie die Entsorgung von Lithium-Ionen-Zellen, der Aufbau von Ladeinfrastruktur (Ziel ist eine Säule pro NEV pro km in wenigen Jahren), genügend Batterieproduktionskapazität, stringente Verbrauchsvorschriften und Quoten für Elektroautos.

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