Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,15 Millionen Euro geförderten Projekt „Transition“ arbeiten das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Helmholtz-Institut Ulm (HIU) gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) an einem Prototypen einer Natrium-Ionen-Batterie. Die Batterien könnten als stationärer Energiespeicher dienen oder in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen.

Schwerpunkt des Projekts Tansition ist die Entwicklung leistungsfähiger, flüssiger und polymerer Natrium-Ionen-Batterien, die Übergangsmetallschichtoxide auf der Kathodenseite und Hartkohlenstoff aus Biomasse auf der Anodenseite verwenden. Die Kooperationspartner wollen so die Wettbewerbsfähigkeit und Position Deutschlands im Bereich elektrochemischer Energiespeicherung stärken.

Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen.

Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen. Amadeus Bramsiepe, KIT

„Angesichts der zunehmend steigenden Nachfrage nach Lithium und den in der Lithium-Technologie eingesetzten Rohstoffen wie Kobalt werden Bedenken hinsichtlich der zukünftigen und langfristigen Verfügbarkeit der kritischen Rohstoffe und der Kosten laut“, sagte Professor Stefano Passerini, Direktor des HIU. In diesem Szenario stellten Natrium-Ionen-Batterien eine alternative, kostengünstige und umweltfreundliche Energiespeichertechnologie dar.