Die EDAG Group hat den KI-Prototypen eines Robotorfahrzeugs namens EDAG CityBot entwickelt. Dabei handelt es sich um ein autonom fahrendes Roboterfahrzeug, an das unterschiedliche Nutzmodule wie Anhänger- und Rucksackmodule gekoppelt werden, um Transport- und Arbeitssituationen im urbanen oder industriellen Bereich meistern zu können. Das Fahrzeug stellt keine Insellösung dar, sondern soll ein Bestandteil eines bedarfsorientierten Verkehrssystems sein. Ein Software-Schirm soll in diesem Konzept die vielfältigen Aufgaben und logistischen Prozesse in der Smart-City verzahnen und aufeinander abstimmen.

EDAG hat den Prototyp seines KI-Roboterfahrzeugs CityBot vorgestellt.

EDAG hat den Prototyp seines KI-Roboterfahrzeugs CityBot vorgestellt. EDAG

Das unabhängige Engineering-Unternehmen hatte vor einem Jahr auf der IAA in Frankfurt das „EDAG CityBot“-Mobilitätskonzept erstmals vorgestellt.

Der KI-Prototyp kann sich mittels einer neuartigen Trajektorienplanung und Eigenlokalisierung autonom auf einer Laborfläche bewegen und sich punktgenau einem identifizierten Müllobjekt annähern. Mit Hilfe von KI und Maschine Learning haben die Spezialisten eine Objekterkennung entwickelt, damit das Fahrzeug Objekte wie z.B. ein Papierknäuel, eine Getränkedose oder eine Flasche identifizieren und mittels seines Roboterarms gezielt greifen und sortengerecht entsorgen kann. Um die verschiedensten Aufgaben zukünftig auch auf engsten Flächen übernehmen zu können, haben die Fachleute für den KI-Prototypen ein Fahrwerk- und Antriebskonzept entwickelt, das eine große Wendigkeit gewährleistet: Der CityBot beherrscht neben der geradeaus- und Kurvenfahrt auch die Diagonal- und Querfahrt und kann bei Bedarf auch auf der Stelle drehen. Das sind Fahrfunktionen, die bisher laut EDAG kein serienmäßiges Straßenfahrzeug weltweit bietet.

Die EDAG Group will das CityBot-Konzept kontinuierlich weiterentwickeln. Die Roadmap sieht einen ersten Einsatz in einem „Living Laboratory“ vor. Das Engineering-Unternehmen ist in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit einer spanischen Großstadt, die bereits konkretes Interesse an einem ersten Testeinsatz des CityBot signalisiert hat. Für den Zeithorizont bis 2025 sieht EDAG den industriellen Einsatz von CityBots auf Flughäfen oder im Bereich Distribution/Logistik als realistisches Ziel an, da dort kein Mischverkehr vorherrsche und die Einflussfaktoren beherrschbarer als im realen Stadtbetrieb seien.