ZF bietet jetzt serienreife Systemlösungen für E-Fahrzeuge aller Kategorien und Klassen an: vom Hybrid bis zum reinen Elektrofahrzeug, vom Fahrrad über den Gabelstapler und das Elektroauto bis hin zum 40-Tonner. Dieses breite Spektrum entwickelte sich im Laufe der Jahre. So fertigte ZF im Jahr 2008 nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in Europa Hybridmodule in Serie – eine Technologie, die Stand 2018 den CO2-Ausstoß gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Antrieb um bis zu 70 Prozent senkt. Das 8-Gang Plug-in-Hybridgetriebe (8P) für Pkw mit Längsantrieb verbauen mittlerweile mehrere Hersteller in unterschiedlichen Fahrzeugmodellen. Ein im Automatgetriebe integriertes Hybridmodul steuert hier 90 kW und 250 Nm Drehmoment bei. Damit beschleunigen Hybridfahrzeuge rein elektrisch auf bis zu 120 km/h Höchstgeschwindigkeit und fahren – je nach Batteriekapazität – gut 50 km weit. Zur Steigerung des Wirkungsgrads trägt die schleppmoment-reduzierte Trennkupplung bei, die den Verbrennungsmotor im E-Modus vollständig abkoppelt. Mit Hilfe seines modifizierten Drehschwingungsdämpfers passt das 8P auch zu Downsizing-Dreizylinder-Turbomotoren.

Als optionales Plug-in-Hybridsystem, insbesondere für Sportfahrzeuge mit Längs-oder Allradantrieb, entwickelte ZF in Zusammenarbeit mit Porsche zudem das 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (8DT), das rein elektrisch 100 kW und 400 Nm bereitstellt und damit Geschwindigkeiten bis 140 km/h ermöglicht.

Hybrid für Kompakt- und Nutzfahrzeuge

Mobilität ist im Wandel, die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. ZF bietet schon heute Technologien von Morgen und elektrifiziert vom Fahrrad bis zum Lkw die unterschiedlichsten Fahrzeugklassen. Antrieb

ZF elektrifiziert vom Fahrrad über Pkws bis zum Lkw viele unterschiedliche Fahrzeugklassen.

ZF

Das elektrische Achsantriebssystem von ZF hingegen wirkt nicht im Getriebe, weil es direkt mittig auf der Achse positioniert ist. Gemäß dem „Plug-and-Drive“-Prinzip fasst es entscheidende Systemkomponenten in einem kompakten Modul zusammen – konkret eine elektrische Maschine, ein zweistufiges Ein-Gang-Stirnradgetriebe samt Differenzial, eine Parksperre, das Gehäuse, den Kühler sowie die Leistungselektronik inklusive Steuerungssoftware. Die Systemintegration von Getriebe, E-Maschine und Leistungselektronik bietet ZF aus einer Hand an. Dabei bringt der elektrische Achsantrieb bis zu 150 kW und 3.500 Nm Achsdrehmoment mit. Verbaut im Fahrzeugheck, beispielsweise im modularen ZF-Hinterachssystem mSTARS (modular-Semi-Trailing-Arm-Rear-Suspension), verwandelt er verbrennungsmotorische Pkw mit Frontantrieb in Achs-Hybride und E-Allradler. Im ZF-Konzept eAMT (electrified-Automated-Manual-Transmission) kompensiert es außerdem jene Vortriebspausen, die bei Gangwechseln mit automatisiertem Schaltgetriebe auftreten. Das Ergebnis ist eine ruckfreie, druckvolle Beschleunigung, die es nach Angaben von ZF bislang nur bei komplexeren Hybridkonfigurationen gab.

Auch im Bereich der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen bietet ZF entsprechende Lösungen. Das automatische Getriebesystem „TraXon Hybrid“ beispielsweise macht 40-Tonnen-Lkw und Reisebusse ZF zufolge „um bis zu sieben Prozent sparsamer“: Eine elektrische Maschine samt integrierter Übersetzungsstufe – positioniert zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe – unterstützt mit maximal 130 kW und 1.200 Nm Abtriebsmoment. Während Traxon Hybrid auf der Fernstrecke parallel zum Dieselantrieb arbeitet, kann es in der Innenstadt sowie beim Rangieren auf Betriebshöfen auch als alleiniger, lokal emissionsfreier und leiser Antrieb dienen. Im Generatorbetrieb lässt sich das Hybridmodul in die Stromversorgung weiterer Aggregate einbinden – etwa bei Kühltransporten. ZF wird Traxon Hybrid ab 2019 an DAF ausliefern. Die hier beschriebenen Hybridsysteme eint nicht nur der rein elektrische Betriebsmodus: Sie alle ermöglichen auch weitere wesentliche Hybridfunktionen wie Rekuperieren, Boosten und Start-Stopp.

Alles über die rein elektrischen Antriebe von ZF finden Sie auf der nächsten Seite.

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