Lambda 440 für die automatisierte Konfektion einer Hochvoltleitung

Lambda 440 für die automatisierte Konfektion einer Hochvoltleitung Komax AG

Nicht nur in der Automobilbranche verzeichnet die Elektromobilität signifikante Zuwächse. Neben öffentlichen Verkehrsmitteln und Nutzfahrzeugen wie LKW und Landmaschinen kommen auch in Schiffen und Flugzeugen vermehrt alternative Antriebe zum Einsatz. Je mehr von ihnen in Serie gehen, desto mehr HV-Leitungssysteme ordern die OEMs. Derzeit läuft die Konfektion von HV-Leitungen jedoch grösstenteils noch manuell.

Führt man sich vor Augen, dass immer mehr Aggregate wie Klimaanlage, Servolenkung, Bremshilfe und Heizung in das Hochvolt-Bordnetz integriert werden, wird schnell klar: Prototypen und Kleinserien sind manuell gerade noch handhabbar, die serielle Fertigung ist künftig jedoch ohne maschinelle Unterstützung kaum mehr im vorgegebenen Zeitrahmen zu schaffen. Die gute Nachricht: Die Bearbeitungskette von HV-Leitungen lässt sich komplett automatisieren.

Modular aufgebaute Maschinen konfektionieren HV-Leitungen in sehr hohem Takt

Die Frage ist, wie ein wirtschaftliches Automatisierungskonzept aussehen kann. Können Bestückungsautomaten so flexibel arbeiten, wie es die Projekte mit ihren variierenden Leitungssätzen und Fertigungsvolumina verlangen?

Am besten fährt, wer sich für eine plattformbasierte Leitungsbearbeitung entscheidet. Denn sie bietet zwei entscheidende Vorteile: Sie erlaubt den schrittweisen Einstieg in die automatisierte Leitungskonfektion und ihre Module lassen sich bedarfsgerecht konfigurieren. Jedes Werkzeug ist spezialisiert auf definierte Aufgaben – vom Entfernen von Mantel und Folie über das Bearbeiten von Innenleiter und Schirm bis hin zur Gehäusemontage oder zum Bandagieren. Jedes Maschinenmodul optimiert die HV-Leitungskonfektion und bringt einen klaren Mehrwert.

Automatisierte Leitungskonfektion mit parallelen Bearbeitungsprozessen

Um eine Maschine zur vollautomatisierten Leitungskonfektion bestmöglich auszulasten, lässt man sie mehrere Leitungen parallel bearbeiten. Während eine Leitung die ersten Prozessschritte durchlaufen hat und für das Crimpen vorbereitet wird, entfernt das erste Werkzeug bereits Mantel und Folie der nächsten Leitung. Per Shuttle gelangen die Leitungen von Modul zu Modul. Dabei liegen ihre anderen Enden auf einem Förderband, sodass ihr vergleichsweise hohes Gewicht weder die Werkzeuge noch das Transportsystem belastet.

Integriertes Monitoring gewährleistet hohe Qualitätsstandards

Die Qualitätsanforderungen in diesem Sektor sind zurecht enorm hoch. Deshalb sorgen in die Konfektionsmaschinen integrierte Tools, die die einzelnen Bearbeitungsschritte überwachen und die Ergebnisse protokollieren, dafür, dass die Qualität von A bis Z stimmt.

Zu den kritischen Prozessen gehört zum Beispiel das Kürzen des Schirmgeflechts bei geschirmten Hochvoltleitungen. Das dabei abgetrennte Drahtgeflecht muss zuverlässig von der Leitung entfernt werden. Am wirkungsvollsten geschieht das, indem die Drähte in einer abgeschlossenen Umgebung abgesaugt werden. So werden die hohen Anforderungen an die technische Sauberkeit vollumfänglich eingehalten. 

Mehr über Automatisierungslevels der Hochvolt-Leitungsverarbeitung

Komax – führend heute und in Zukunft

Als Pionierin und Marktführerin der automatisierten Kabelverarbeitung versorgt Komax ihre Kunden mit innovativen, zukunftsfähigen Lösungen in allen Bereichen, in denen präzise Kontaktverbindungen gefragt sind. Das global tätige Schweizer Unternehmen unterstützt seine Kunden mit über 1900 Mitarbeitenden in über 60 Ländern.

Weitere Informationen unter: www.komaxgroup.com/de-DE/Solutions/High-Voltage/