Im Januar 2020 sind die deutschen Exporte elektrotechnischer und elektronischer Produkte gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro zurückgegangen. „Wenn überhaupt sind die Auswirkungen der Corona-Krise hier erst in sehr geringem Maße enthalten“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Die kommenden Monate dürften weit höhere Rückgänge mit sich bringen.“

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Gontermann

In den Zahlen vom Januar sind laut ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Gontermann die Auswirkungen der Corona-Krise, wenn überhaupt, erst in geringem Maße enthalten. ZVEI

Die Exporte nach China sanken gegenüber dem Vorjahresmonat leicht um 0,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro und die Ausfuhren in die USA nahmen um 2,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ab. Insgesamt stagnierten die Warenausfuhren in die Länder außerhalb Europas auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 6,3 Milliarden Euro, wobei sich große Unterschiede bei den Empfängerländern zeigten: Während etwa die Exporte nach Malaysia um 53,5 Prozent auf 286 Millionen Euro zulegten, gaben die Lieferungen nach Japan um 12 Prozent auf 278 Millionen Euro nach.

Die Ausfuhren nach Europa fielen im Januar schwächer als im Vorjahr aus und sanken um 2,3 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. „Zuwächsen im Exportgeschäft mit Osteuropa standen überproportional hohe Rückgänge bei den Lieferungen in den Euroraum gegenüber“, erläuterte Dr. Gontermann. Letztere gaben um 3,7 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro nach. Zweistellige Rückgänge gab es im Januar im Geschäft mit Großbritannien (-17,9 % auf 710 Mio. Euro) und den Niederlanden (-10,1 % auf 821 Mio. Euro).