ZVEI_Leiterplattenindustrie_Book-to-Bill_Q1-2022

Für das erste Quartal 2022 ergab sich ein gesunkenes, aber ausgeglichenes Book-to-Bill-Verhältnis von 1,01. (Bild: ZVEI)

Langsam endet die Phase der überhitzten Auftragseingänge in der Leiterplattenindustrie: die Auftragseingänge gaben bereits im dritten Quartal in Folge moderat nach und näherten sich damit wieder dem Dreijahres-Durchschnitt. Zwar liegen sie noch immer über den Werten aus 2019 und 2020, sind aber im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen.

Der Umsatz der Branche stieg leicht im Vergleich zum Vorquartal und bewegt sich weiter auf hohem Niveau, das seit Jahresbeginn 2021 deutlich über den Umsätzen der beiden Vorjahre liegt. Den Wert des Vorjahresvergleichsquartals erreichte der Umsatz indes nicht.

Die Zahl der Mitarbeitenden ist weiter leicht gestiegen und erreichte zuletzt einen Rekordwert im Drei-Jahres-Vergleich. Der erzielte Pro-Kopf-Umsatz stieg auf den höchsten Wert seit Anfang 2019, was sich auf die spürbar bessere Materialverfügbarkeit zurückführen lässt.

Polster für 150 Arbeitstage

Der Auftragsbestand wuchs im siebten Quartal in Folge auf einen neuen Rekordwert an. Da die Branche die Produktion in den Werken steigern konnte und gleichzeitig die weit überdurchschnittlichen Auftragseingänge der Vorquartale etwas sanken, ergab sich für das erste Quartal 2022 ein wiederum gesunkenes, aber ausgeglichenes Book-to-Bill-Verhältnis von 1,01. Die Branche blickt auf ein Auftragspolster, das bei derzeitiger Produktionsleistung eine Auslastungn von rund 150 Arbeitstagen bietet.

Die Geschäftserwartungen zeigen sich zum Ende des ersten Quartals auch im Schatten des Russland-Ukraine-Kriegs deutlich pessimistischer: 25 Prozent der Unternehmen gehen von einer Verschlechterung der eigenen Wirtschaftsentwicklung aus (Vorquartal: 0 %). Konjunkturoptimisten gab es nur noch acht Prozent (Vorjahr: 29 %) und an eine gleichbleibende Konjunkturlage glauben 67 Prozent der Unternehmen.

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