| von Dirk Steinhage

Steckbare Reihenklemmen mit Push-in-Anschlusstechnik ermöglichen einen durchgängigen, steckbaren Ansatz, um ein modulares Maschinenkonzept umzusetzen.

Steckbare Reihenklemmen mit Push-in-Anschlusstechnik ermöglichen einen durchgängigen, steckbaren Ansatz, um ein modulares Maschinenkonzept umzusetzen.Phoenix Contact

Der Maschinenbau entwickelt zunehmend modulare Konzepte, mit denen sich einzelne Baugruppen großer Maschinen leicht voneinander trennen und wieder zusammenfügen lassen. Diese kleineren Baugruppen vereinfachen zum Beispiel den Transport an den Zielort. Außerdem lassen sich einzelne modulare Baugruppen einer Maschine bei Bedarf in einer anderen Maschine einsetzen – was Synergie-Effekte bringt.

Modularisierung funktioniert aber nur mit der passenden Verbindungstechnik im Schaltschrank. Eine Kombination des Reihenklemmen-Systems Clipline Complete mit den steckbaren Reihenklemmen aus der Combi-Familie von Phoenix Contact vereinfacht die Installation der verschiedenen Maschinenmodule. Die steckbaren Klemmen eignen sich für die Signal- und Leistungsverdrahtung mit Querschnitten von 0,14 bis 10 mm². Es gibt sie mit vier verschiedenen Anschlusstechniken: Zugfeder-, Schnell-, Schraub- und Push-in-Anschluss.

Die Klemmenbaureihe ist mit einer Breite von 3,5 mm kompakt. Das spart Platz in Schaltschränken und dezentralen Schaltkästen.

Die Klemmenbaureihe ist mit einer Breite von 3,5 mm kompakt. Das spart Platz in Schaltschränken und dezentralen Schaltkästen.Phoenix Contact

Die Push-in-Technik ermöglicht eine einfache und werkzeuglose Installation, die nicht nur den Maschinenbauern die Produktionszeit verkürzt, sondern auch dem Endkunden die Wartung und Instandhaltung vereinfacht. Basis der Reihenklemmen ist eine Schenkelfeder. Damit lassen sich starre Leiter, flexible Leiter mit Aderendhülse sowie flexible, ultraschallverdichtete Leiter direkt stecken. Da die Steckkräfte gering sind, können die Techniker schnell und ermüdungsfrei verdrahten. Das verringert die Montagezeit und somit auch die Kosten beim Bau einer Maschine. Bei flexiblen Leitern kann der Techniker auch einfach einen Schraubendreher verwenden, um mit dem orangen Betätigungsdrücker die Klemmstelle zu öffnen.

Außerdem sind die Steckzonen der Steckverbinder identisch. So lassen sich verschiedene Anschlusstechniken in Grundklemme und Stecker miteinander kombinieren. Das fördert sowohl die Flexibilität als auch die Standardisierung der Maschinenmodule. Soll auch der Abgang von der Klemmenleiste aus dem Schaltschrank heraus steckbar sein, bietet sich eine Kombination der Technologien an: innerhalb einer Reihenklemme einseitig fest verdrahtet, auf der gegenüberliegenden Seite steckbar. Auch dies fördert die Modularisierung im Maschinenbau.

Immer die passenden Schnittstellen verbinden

Grundklemmen und Steckverbinder bilden die Schnittstellen von modularen Maschinenkonzepten. Zur eindeutigen Zuordnung der verschiedenen Kombinationen lassen sich Steckplätze kodieren und so ein Fehlstecken vermeiden.

Grundklemmen und Steckverbinder bilden die Schnittstellen von modularen Maschinenkonzepten. Zur eindeutigen Zuordnung der verschiedenen Kombinationen lassen sich Steckplätze kodieren und so ein Fehlstecken vermeiden.Phoenix Contact

Eine weitere Grundvoraussetzung für Modularität sind Schnittstellen. Im Bereich der industriellen Verbindungstechnik können dies zum Beispiel Steckverbinder sein, die als Schnittstelle zwischen zwei Baugruppen fungieren. Damit bei der Endmontage einer Maschine am Zielort der Steckverbinder zur richtigen Grundklemme findet, gibt es großflächige Beschriftungsmöglichkeiten. Zwei Nuten für Markierungsmaterialien am Stecker bieten zusätzlich zur Beschriftung der einzelnen Pole eine Gruppenmarkierung. Aus technischer und sicherheitsrelevanter Sicht wichtiger sind aber die Kodierungsmöglichkeiten: Mit einem roten Stift lassen sich Grundklemme und Steckverbinder so kodieren, dass ein Fehlstecken ausgeschlossen ist. Für mehr Sicherheit sorgt auch der voreilende PE-Kontakt der steckbaren Schutzleiterklemmen. Dieser bewirkt, beim Stecken zuerst der Schutzleiterkontakt zustande kommt und beim Ziehen am längsten bestehen bleibt.

Platz sparen und trotzdem stecken

Die Kupplungen zur Tragschienenmontage eignen sich auf Grund ihrer geringen Bauhöhe für den Einsatz in Bedienpulten.

Die Kupplungen zur Tragschienenmontage eignen sich auf Grund ihrer geringen Bauhöhe für den Einsatz in Bedienpulten.Phoenix Contact

Auch der Platzbedarf ist ein wichtiges Kriterium bei modularen Maschinenkonzepten. Die Steckverbinder der Baureihe PT 1,5/S-Combi haben eine Baubreite von 3,5 mm. Damit ist auch unter begrenzten Platzverhältnissen eine hohe Packungsdichte bei der Signalverdrahtung bis 1,5 mm² kein Problem. Ein Beispiel, bei dem es auf jeden Zentimeter ankommt, sind Bedienpulte. Dort ist der Platz oft begrenzt, weil Klemmstellen von Bedientastern, Not-Aus-Schaltern oder Display-Gehäusen in das Bedienpult hineinragen. Die Kupplungen vom Typ PPC 1,5/S einschließlich Steckverbinder lassen sich aufgrund einer Bauhöhe von weniger als 3 cm unter den anderen Komponenten anbringen. Neben den Grundklemmen mit Frontverdrahtung gibt es die Kupplungen mit horizontaler Leiterzuführung. So lassen sich Maschine und Bedienpult leitend miteinander verbinden – schnell und platzsparend.

Technik im Detail

Kabeleinführung in den Schaltschrank

Damit die Signale bei den Reihenklemmen im Schaltschrank ankommen, müssen die Kabel samt Stecker sicher in diesen eingeführt werden. Als Alternative zu schweren Steckverbindern und Kabelverschraubungen sind Kabeleinführungssysteme interessant, wie das Kabeleinführungssysteme CES (Cable Entry System) von Phoenix Contact.

  • Vorkonfektionierte Leitungen einschließlich Steckverbinder lassen sich aufgrund geschlitzter Kabeldurchführungstüllen bequem in den Schaltschrank einbringen.
  • Die Dichtrahmen werden individuell bestückt – je nach Durchmesser und Anzahl der Leitungen, die das System aufnehmen soll.
  • Eine Kombination aus Kabeleinführungssystem, Grundklemmen und Steckverbindern bietet einen preiswerten Ansatz für ein modulares Schaltschrankkonzept.

Dirk Steinhage

ist im Produktmarketing Industrielle Verbindungstechnik bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.

(mf)

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