Motor mit Wärmeflusssensor

Vollinstrumentierter Motor mit Wärmeflusssensor (Quelle: Hochschule Landshut)

Unter der Leitung von Prof. Dr. Tim Rödiger entwickelte ein Forscherteam der Hochschule Landshut in Zusammenarbeit mit dem Motorenbauer Siegfried Spiess eine Sonde, die den Wärmefluss in Verbrennungsmotoren direkt und ohne Umwege über eine Temperatur- oder Druckmessung ermittelt. So soll die neue Technik eine zehn- bis hundertmal schnellere Messung als bisher ermöglichen. Die im Projekt ALTPdev entwickelte Methode könnte helfen, Brennverfahren und thermische Modelle von Motoren zu verbessern und damit den Ausstoß von Schadstoffen zu reduzieren. Auch für die künftige Untersuchung von alternativen Kraftstoffen und wasserstoffbasierenden Antrieben ist die Technologie relevant. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie förderte die Hochschule Landshut bei dem im Juli dieses Jahres abgeschlossenen Projekt mit 220.000 Euro.

Das Team führte die Messkampagne auf einem Prüfstand an einem speziell präparierten Motorblock durch. Zum Einsatz kam ein vollinstrumentierter Motor mit einem neuen ALTP-Wärmeflusssensor (Atomlagenthermosäule), der die beim Zündungs- und Verbrennungsvorgang entstehenden hohen Wärmelasten detaillierter als bisher ermittelte. So zeigen die Messungen, dass die Spitzenlasten weit höher liegen könnten, als bisherige Untersuchungen und Modelle vorhersagen.

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