Cicor

Alexander Hagemann von der Cicor-Group erklärt die Stellung der EMS-Unternehmens am Markt. (Bild: Cicor)

Innovationen sichern Wachstum und Fortschritt. Welche Maßnahmen plant Cicor in dem Zusammenhang?

Alexander Hagemann: Cicor ist bereits seit 1966 führend in der Miniaturisierung, wofür wir eine einzigartige Technologieplattform entwickelt haben. Mit unserer Leiterplattentechnologie DenciTec, den hybriden Dünnfilmsubstraten und Printed Electronics können wir so kompakte Strukturen herstellen, dass sie in ein menschliches Haar hineinpassen würden. Diese Technologien in Kombination mit den Engineering-, Mikroelektronik-, EMS- und Kunststoff-Kompetenzen machen Cicor einzigartig.

Wo sehen Sie das zukünftige Wachstum von Cicor?

Alexander Hagemann: Cicor fokussiert sich auf europäische Kunden im Markt für Medizintechnik, Industrie, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung. In diesen Sektoren wollen wir Cicor von einer führenden Position in der DACH-Region zu einem europäischen Marktführer entwickeln. Einen ersten Schritt haben wir am 11. November 2021 bereits mit der Übernahme von 100 Prozent der Aktien der britischen Axis Electronics Ltd. getan.

Warum macht die Übernahme von Axis für Cicor Sinn?

Alexander Hagemann: Axis Electronics hat sich im Laufe der Jahre aufgrund der aussergewöhnlichen Fähigkeiten, zum Beispiel im Testengineering, zu einem bevorzugten Lieferanten einiger der bedeutendsten Anbieter  aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Verteidigung ent-wickelt. Mit dieser Übernahme stärken wir einen unserer strategischen Zielmärkte.

Dürfen wir mit weiterem Wachstum rechnen?

Alexander Hagemann: Mit unserer Technologieführerschaft, dem breiten Lösungsangebot und unserem Footprint in Europa und Asien sind wir überzeugt, organisch das Marktwachstum auch in den kommenden Jahren zu übertreffen. Der Trend, Produktion aus China heraus nach Südostasien sowie nach Europa zu verlagern, ist ungebrochen und beschleunigt sich eher noch. Mit unseren Produktionsstandorten in Vietnam, Indonesien sowie in Rumänien sind wir dafür bestens gerüstet. Wir investieren jährlich rund 4 Prozent unseres Umsatzes in die Erweiterung und Modernisierung unserer Produktion, was im Industrievergleich sehr viel ist. Und Konsolidierungschancen in unserem fragmentierten Markt werden wir wahrnehmen, die Mittel hierfür sind vorhanden.

Bremst die aktuelle Materialknappheit die Wachstumsstrategie von Cicor?

Alexander Hagemann: Die Materialknappheit belastet das Geschäft nach wie vor. Wir sehen aber keinerlei Anlass, an unserer aktuellen Guidance für das Geschäftsjahr 2021 etwas zu ändern. Aufgrund unserer Ausrichtung auf anspruchsvolle business-to-business Anwendungen ist Umsatz, der wegen fehlender Komponenten heute nicht realisiert werden kann, nicht verloren, sondern wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Zur Person

Alexander Hagemann, Cicor-Group
Alexander Hageman, Cicor-Group (Bild: Cicor)
  • Leitet seit 2016 als CEO die Cicor-Gruppe.
  • Vorher CEO der Schaffner Holding.
  • Berufliche Stationen in Noramerika und Asien.
  • Verwaltungsratspräsident der Weidmann Holding AG.

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