Arthur Rönisch, Turck duotec

Innovation, Strategie und Digitalisierung – Arthur Rönisch erklärt, wie Turck Duotec diese Themen angeht. (Bild: Turck Duotec)

Innovation sichert Wachstum und Fortschritt. Welche Maßnahmen plant Turck duotec zur aktiven Umsetzung?

Arthur Rönisch: Wir werden unsere vorhandenen Kompetenzen in der Sensorik, im Leiterplatten- und Schaltungsdesign sowie in der Mechanik ergänzen und dazu am Standort Halver ein neues Hochtechnologie-Labor, das Turck duotec „LabFab“, einrichten.

Auf 1.000 Quadratmetern Fläche bieten wir die erforderlichen Voraussetzungen für neue mikroelektronische Lösungen, Muster, Prototypen und auch Kleinserien. Das neue Labor verfügt über Anlagen für die Dickschicht-Technik ebenso wie für das COB-Verfahren (Chip on Board) in einer entsprechenden Reinraum-Umgebung. Die Anfertigung von Prototypen, die bisher in den regulären Produktionsbetrieb zu integrieren war, gelingt damit deutlich flexibler und schneller. Neue Substrate wie Glas, Metall sowie verschiedene Stähle als Trägermaterial für elektronische Schaltungen werden außerdem untersucht.

Hat die Corona-Krise die strategische Ausrichtung des Unternehmens beeinflusst?

Arthur Rönisch: Die Corona-Pandemie stellte – zumindest zu Beginn – eine besondere Herausforderung in Bezug auf die Aufrechterhaltung der globalen Lieferketten für Leiterplatten und elek­tronische Bauelemente dar. Die globale Supply Chain hat sich allerdings inzwischen wieder weitestgehend stabilisiert. Was unsere wirtschaftliche Situation angeht, stellte sich der schon seit einigen Jahren verfolgte Branchenmix in der Kundenstruktur auch in disruptiven Zeiten als eine gute Entscheidung heraus. Rückgänge in bestimmten Geschäftssegmenten wie dem Automotive-Bereich konnten nahezu ohne Einschränkung durch Nachfragesteigerungen in anderen Segmenten, zum Beispiel in der Medizintechnik, kompensiert werden. Für uns bleibt es daher wichtig, weiterhin auf eine entsprechende Diversifizierung in unseren Zielbranchen zu setzen.

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf die Digitalisierung?

Arthur Rönisch: Glücklicherweise haben wir schon vor der Krise in die Digitalisierung investiert und uns im Bereich Smart Factory weiter nach vorne bewegt. Vom Wareneingang bis zum Versand ­werden nahezu alle Prozesse digital unterstützt. Traceability, die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen, Modulen, Geräten und kompletten Systemen, wäre ohne eine durchgängige digitale Erfassung von Material-, Prozess-, Prüf- und Versanddaten gar nicht denkbar. Daneben werden weitere Prozesse in der Produktion mit Automatisierungszellen und kollaborativen Robotern automatisiert oder teilautomatisiert. Darüber hinaus beobachten wir auch kundenseitig einen immer stärkeren Trend zur Digitalisierung und zur vernetzten Elektronik beziehungsweise zu smarten Sensoren.

Zur Person

  • Arthur Rönisch ist Dipl.-Ing. für Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik.
  • Ab 1990 war er für die Werner Turck GmbH & Co. KG in verschiedenen Positionen tätig, bevor er im Jahr 2011 als Geschäftsführer zum EMS-Dienstleister Turck duotec wechselte.

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