Die neue Trigger- und Decoderlösung 10-Base-T1S integriert die Analyse von Fahrzeugnetzwerken in ein Oszilloskop.

Die neue Trigger- und Decoderlösung 10-Base-T1S integriert die Analyse von Fahrzeugnetzwerken in ein Oszilloskop. (Bild: Teledyne Lecroy)

Die neue Trigger- und Decoder-Lösung umfasst Trigger, transparente farbkodierte Dekodier-Overlays, Protokolltabellen und Suchfunktionen, Mess-/Grafik (M)-Funktionalität mit automatisierten Mess- und Grafiktools sowie Augendiagramm (E)-Funktionalität für die Bewertung und Fehlersuche in der physikalischen Ebene. Sie ermöglicht echte 10-MBit/s-Ethernet-to-the-Edge-Konnektivität, bei der Sensoren und Aktoren Teil des Ethernet-Netzwerks werden. Ein Aspekt der Trigger- und Decoderlösung, die sie laut Hersteller von allen anderen Automotive-Ethernet-Technologien unterscheidet, ist die Unterstützung einer Multidrop-Topologie, bei der mehrere Teilnehmer über dasselbe Twisted-Pair-Kabel verbunden sind. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung von Physical-Layer-Collision-Avoidance-Technik (PLCA-Technik). Um Störungen im Datenstrom zu vermeiden, hat jeder Teilnehmer eine feste ID und eine zugewiesene Sende-Gelegenheit, die nach dem Rotationsprinzip vergeben wird.

Nach eignen Angaben ist der Hersteller der erste, der mit einer Trigger- und Decoder-Lösung die Analyse von Fahrzeugnetzwerken in ein Oszilloskop integriert hat. So ermöglicht die Lösung einen Einblick in alle systemrelevanten Parameter, hilft die Signalintegrität zu überprüfen und Fehler auf der Signal- und Datenseite schneller zu finden.

Die automatische Zuordnung der ID der Teilnehmer zu einer MAC-Adresse geschieht auf Grundlage der Analyse des PLCA-Zyklus und vereinfacht die Einrichtung der Trigger-/Decoderfunktion. Es besteht die Möglichkeit, auf Beacon, ID, ID + DATA, Commit/Sync, ESD und CRC-Error zu triggern.

Dabei ermöglicht der konditionierte Trigger das Triggern komplexer Daten-Bedingung, was in Situationen wichtig ist, in denen abnormale Ereignisse überwacht werden sollen, z. B. wenn ein Teilnehmer eine zu niedrige oder zu hohe Motordrehzahl oder eine zu hohe Kühlmitteltemperatur meldet.

Ein transparentes Overlay mit farblicher Hervorhebung der unterschiedlichen Bereiche des Protokolls und des gesamten Nachrichtenpakets erleichtert das Verständnis der seriellen Dateninformationen. Signaldarstellung und Protokolldekodierung korrelieren hier direkt auf dem Display. Wird die Erfassungslänge erweitert oder verkürzt, passt sich das Dekodier-Overlay an.

Dank einer tabellarischen Anzeige der dekodierten Informationen ist die Verwendung des Oszilloskops als Protokollanalysator möglich. Die Tabellen können angepasst und gefiltert werden, so dass sie nur die Daten anzeigen, die für den Nutzer von Interesse sind. Durch das Antippen oder Anklicken einer Nachricht in der Tabelle erscheint automatisch der entsprechende Signalverlauf als Zoom auf dem Bildschirm. Jede Tabelle kann zur Offline-Analyse exportiert werden. Des Weiteren können bis zu vier verschiedene dekodierte Signale eines beliebigen Typs gleichzeitig in der Tabelle angezeigt werden.

Eine schnelle Validierung von Ursache und Wirkung durch automatisierte Zeitmessungen zwischen Datenpaketen oder analogen Signalen und Datenpaketen hilft PLCA-Timing-Probleme zu verstehen. Serielle (digitale) Dateninhalte können in einen analogen Wert umgewandelt und grafisch dargestellt werden, um das Verhalten über die Zeit zu überwachen. Diese Funktionen ermöglichen eine schnellere Validierung und erlauben einen besseren Rückschluss auf mögliche Fehler.

Die Möglichkeit, die dekodierten Daten nach bestimmten Teilnehmer-IDs zu filtern, unterstützt zusammen mit der Augendiagramm-Anzeige bei der Identifizierung von Problemen der physikalischen Ebene und des PLCA-Zyklus. Messung von Augenparameter zur Quantifizierung der Systemleistung und benutzerdefinierte Masken identifizieren Anomalien. Eine Maskenverletzung wird graphisch angezeigt und die Oszilloskoperfassung automatisch gestoppt.



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