Megaphone aus dem der Schriftzug Good News kommt

Gegen das Doomscrolling: Mit unserer guten Nachricht wollen wir ein kleines Zeichen setzen. (Bild: DOC RABE Media – Adobe Stock)

Der Krieg in der Ukraine, die noch immer nicht enden wollende Corona-Pandemie, es gibt genug Gründe, zu denken, dass die Welt ein schlechter Ort ist. Das will ich auch gar nicht bestreiten. Was ich aber erreichen möchte ich, dass Sie, lieber Leser, mit der „guten Nachricht“ zumindest für einen Moment an etwas anderes, erfreuliches denken.

Die Idee dazu kam mir im Laufe der Woche, als mich eine Mail erreichte – Betreff: Unternehmen XY unterstützt bei Erfüllung eines Lebenstraums. Mein erster Reflex war es, diese Mail zu löschen, denn eigentlich dachte ich, dass der Inhalt sich nicht für all-electronics.de eignen würde. Wie es aktuell ist, wurden meine Gedanken jedoch durch einen Anruf über Teams unterbrochen.

In der Mittagspause fiel mir die Mail dann wieder ein, und ich las sie. Nachdem mich vorher per Handy eine Push-Nachricht zur Situation in der Ukraine erreichte, war ich froh über das „Kontrastprogramm“. Und vielleicht geht es Ihnen auch so. Daher; hier die Geschichte von Alois Wimmer, pensionierter Bauunternehmer aus Braunau am Inn und sein ganzes Leben lang technikbegeisterter Tüftler.

Realisierung eines lebenslang gehegten Traumes

Alois Wimmer, weit über 80, erkrankte im Oktober 2021 schwer an Covid-19. Dadurch musste der sonst so lebensfrohe, technikbegeisterte Pensionist viele gesundheitliche Einschränkungen in Kauf nehmen. So konnte er sich auch nicht mehr mit voller Energie seinem Lebenstraum widmen: Der Entwicklung einer Maschine, welche laut Mail „ohne Verbrennung Energie im großen Stil erzeugt“. Die Krankheit kostete ihn viel Kraft und Energie. Sein Lebensmut sank zusehends. Sein Sohn kontaktierte daraufhin das rote Kreuz Braunau und bat um Unterstützung auf seinem Genesungsweg.

Im Anschluss an seinen stationären Aufenthalt im Krankenhaus wurde Herr Wimmer zuhause von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des mobilen Hospizteams Braunau, Herrn Gerhard Schmid, unterstützt. Herr Schmid begleitete ihn in regelmäßigen Abständen. Er erkannte, dass Herr Wimmer wieder etwas braucht, dass ihm zu neuem Lebensmut verhilft. Er kontaktierte Herbert Ginzinger, Gründer und Geschäftsführer von Ginzinger electronic systems aus Weng im Innkreis.

Herr Ginzinger klärte sich nach einem Gespräch umgehend dazu bereit, Herrn Wimmer zu unterstützen und einen kostenlosen Protoypen für „ENAL“ (Abkürzung für Energiealternative), die von Herrn Wimmer erdachte Maschine, zu erstellen. Die Komponenten dafür wurden gemäß den Einzelteil- und Gesamtzeichnungen von Herrn Wimmer im 3D CAD erstellt und optimiert. Im Anschluss daran wurden diese mit dem 3D Drucker von Andreas Sabic, Prüfmittelentwickler bei Ginzinger, gedruckt, für die weitere Verwendung vorbereitet und zu einem Funktionsmodell zusammengefügt.

Die Übergabe des Prototypen an Herrn Wimmer erfolgte am 9. März 2022. Der Pensionist, der in Kürze seinen 88. Geburtstag feiert, arbeitet jetzt wieder voller Freude und Tatendrang weiter an seinem Projekt mit dem Ziel, die zum Patent angemeldete Maschine weiterzuentwickeln.

So viel zum Geschehenen. Ich hoffe, dass die Geschichte Ihre Gedanken für einen Moment in eine Richtung lenken konnte oder Ihnen sogar ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Das haben wir alle aktuell nötig. Übrigens: Was genau die Maschine macht, konnte ich heute leider nicht in Erfahrung bringen. Wenn ich weitere Informationen habe, aktualisiere ich den Beitrag.

Hier das Update zur Maschine: Hr. Wimmer hat ein Patent angemeldet hat unter der Bezeichnung „Vorrichtung zur Umwandlung einer Kraft in ein Drehmoment“. Das Ziel ist, energieautarke Antriebsart zu erfinden – mit ENAL als Funktionsmodell.  Das aktuell bei Ginzinger in der Adapterschmiede gedruckte und fertig bearbeitete Modell hat eine Abmessung von 27x23 cm und soll aber gemäß den Vorstellungen von Hr. Wimmer auch in größeren Fahrzeugen zum Einsatz kommen. So sollen etwa Autos oder Schiffe damit betrieben werden. Mit anderen Worten: Er versucht, ein Perpetuum Mobile zu realisieren, was gemäß dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik unmöglich ist ist.

Wenn Sie eine ähnliche Mail haben oder mir eine gute Geschichte rund um die Elektronik oder Automatisierung erzählen möchten, würde ich mich freuen, wenn Sie mich unter martin.large@huethig.de kontaktieren.

Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende

Der Autor: Dr. Martin Large

Martin Large
(Bild: Hüthig)

Aus dem Schoß einer Lehrerfamilie entsprungen (Vater, Großvater, Bruder und Onkel), war es Martin Large schon immer ein Anliegen, Wissen an andere aufzubereiten und zu vermitteln. Ob in der Schule oder im (Biologie)-Studium, er versuchte immer, seine Mitmenschen mitzunehmen und ihr Leben angenehmer zu gestalten. Diese Leidenschaft kann er nun als Redakteur ausleben. Zudem kümmert er sich um die Themen SEO und alles was dazu gehört bei all-electronics.de.

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