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(Bild: Marisa Robles)

Zum 11. Mal wurde der E2MS-Award im Rahmen der alljährlich stattfindenden FED-Konferenz ausgesprochen. Anlässlich der 25. Jubiläumsveranstaltung hat die Jury zusätzlich einen Sonder-Award ausgesprochen, den Moderatorin Claudia Mallok, freie Fachjournalistin und seit der ersten Stunde zugehöriges Jury-Mitglied, so begründet: „Wenn die Jury des FED der Meinung ist, dass etwas ganz besonderes vorherrscht und Award-würdig ist, wird dies mit einer Sonderauszeichnung prämiert.“

Glückliche Gewinner und Überreicher des 11. E²MS-Awards (v.l.n.r.): Dr. Wolfgang Schruttke (FED-Jury-Mitglied), Michael Weinhold (EIPC und FED-Jury-Mitglied), Johann Weber (Zollner Elektronik), Hendry Zühlsdorff (Sumida Lehesten), Prof. Detlev Müller (IMM Electronics) und Claudia Mallok (FED-Jury-Mitglied).

Glückliche Gewinner und Überreicher des 11. E²MS-Awards (v.l.n.r.): Dr. Wolfgang Schruttke (FED-Jury-Mitglied), Michael Weinhold (EIPC und FED-Jury-Mitglied), Johann Weber (Zollner Elektronik), Hendry Zühlsdorff (Sumida Lehesten), Prof. Detlev Müller (IMM Electronics) und Claudia Mallok (FED-Jury-Mitglied). Marisa Robles

Der Sonder-Award „Global EMS Archivement“ wurde vom FED-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Rainer Thüringer vorgestellt: „Diese Sonder-Auszeichnung steht für den Verdienst, die Elektronikfertigung am Standort Deutschland und auch in Europa zu sichern. Der Preisträger, der seit 1965 als Ein-Mann-Betrieb begann und heute über 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat wiederholt Benchmarks gesetzt – Zollner Elektronik. Als einziger deutscher EMS spielt Zollner Elektronik in der Liga der größten 15 Elektronikfertigungs-Dienstleister der Welt.“ An 18 internationalen Standorten beschäftigt das organisch gewachsene Familienunternehmen heute 10.700 Mitarbeiter, wobei sich das Hauptwerk und sieben weitere Werke im Bayerischen Wald befinden. Dabei nutzt Zollner die jeweiligen Standortvorteile, um eine möglichst große und nachhaltige Unternehmenswertschöpfung realisieren zu können. Johann Weber, Vorstandsvorsitzender von Zollner Elektronik, nahm den Sonder-Award entgegen.

Darüber hinaus wurde der E²MS-Award in den drei Kategorien Prozessinnovation, Produktinnovation und Firmenkultur verliehen. Das Ziel dieser drei Kategorien des seit dem Jahr 2001 ausgelobten E²MS-Awards ist es, Leuchttürme in der Branche zu prämieren. So wie ein Leuchtturm, Schiffen Orientierung gibt, zeigen diese Leuchtturm-Lösungen der Branche einen möglichen Erfolgspfad an, weshalb Claudia Mallok anmerkt: „Die besten und cleversten Einreichungen mit Beispiel-Charakter wollen wir hiermit prämieren.“

Die Gewinner der Kategorien im Detail

Die erste Kategorie „Prozessinnovation“ will die konsequente Optimierung von Prozessen und internen Abläufen innerhalb eines Elektronikfertigungs-Dienstleisters adressieren. In diesem Jahr ist es Sumida Lehesten mit einem umfangreichen CRM-Prozess gelungen. Michael Weinhold, technischer Direktor und Sprecher des EIPC sowie auch Jury-Mitglied des FED-Awards, erläuterte in seiner Laudatio: „Der optimierte Prozessablauf hat nicht nur die Durchlaufzeit zur Erstellung von Angeboten verkürzt, sondern unmittelbar den Geschäftserfolg messbar gemacht.“ Demnach sei eine leistungsfähige und durchgängige IT-Infrastruktur das Rückgrat eines erfolgreichen EMS, betonte Weinhold. Entgegengenommen wurde die Auszeichnung durch Henryk Zühlsdorff.

Als Gewinner der zweiten Kategorie „Produktinnovation“ wurde Frank Elektronik gekürt und von Jurymitglied Dr. Wolfgang Schruttke vorgestellt: „Das prämierte Unternehmen zeichnet sich durch eine eigenentwickelte Fertigungseinrichtung aus, wodurch es sich vom Wettbewerb besonders abhebt. Dabei geht es um die Herstellung großformatiger Baugruppen, die in dieser Größe bisher nur von Firmen in Asien gefertigt werden. Das zeigt anschaulich, welche Tragweite diese Spezialisierung hat.“ Mit der Adaption der Leiterplattenbestückung auf eine hochvolumige Serienfertigung von maximal 1500 mm x 500 mm großen LED-Baugruppen hat sich Frank Elektronik einen Platz im zukunftsträchtigen Markt der energieeffizienten Beleuchtungstechnik erschlossen, lautet das Fazit der FED-Jury. In den letzten sechs Jahren konnte der EMS mit diesem Alleinstellungsmerkmal seinen Umsatz um den Faktor 13 steigern, wovon die Beleuchtungstechnik 80 Prozent dazu beigetragen hat. Frank Elektronik unterhält auch ein eigenes Lichtlabor. Leider war es nicht möglich, den E²MS-Award an einen Mitarbeiter persönlich auszuhändigen.

In der dritten Kategorie „Firmenkultur“ wurde IMM Electronics mit dem E²MS-Award gewürdigt. Themen wie der demographische Wandel, Mitarbeiterführung und Gesundheitsmanagement werden in dieser Kategorie unter die Lupe genommen. Den Preisträger dieser Kategorie stellte FED-Geschäftsführer Christoph Bornhorn vor: „Die FED-Jury würdigt ein Unternehmen, das gemeinnützige Arbeit fest in seinen Unternehmensleitlinien verankert hat. Im jüngsten Projekt werden eine Arbeitsgemeinschaft Technik und ein Lötzirkel durchgeführt, um junge Menschen für die Technik zu begeistern und zu fördern.“ Damit will die Jury das sozial-gesellschaftliche Engagement für junge Menschen in der Region Anerkennung zollen. Der EMS bringt in verschiedenen, auch gemeinnützigen regionalen Projekten Netzwerkpartner und Technik-Interessierte zusammen, um Talente zu fördern, Wissen auszutauschen und eigenen Nachwuchs zu gewinnen. „Mit der Unternehmensgröße wuchs der Wunsch, mehr soziale Verantwortung zu übernehmen und als Mittelständler die Region um Mittweida zu stärken“, führt Bornhorn weiter aus, der die Auszeichnung an Prof. Detlev Müller, Geschäftsführer von IMM Electronics, überreichte.

Productronica 2017:
Sumida (flexible connectors, Radeberg) Halle A5, Stand 370
Frank Elektronik: Halle B3, Stand 340

(mrc)

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